| Wiwi-News Januar 05 | ||
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| Einleitung: | Liebe Leser, es ist geschafft: die Wiwi-News präsentiert sich in neuer Optik und als echtes online-Magazin! An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die sich die Zeit für ein Interview, Fragebogen oder die Beantwortung von Anfragen genommen haben. Ein besonderer Dank geht an den Lehrstuhl Schwickert, inbesondere an Michael Falk, für den technischen Support. Ohne diese Unterstützung wären wir nie über die Konzeptphase hinausgekommen! Allen Lesern wünschen wir ganz viel Spass mit der neuen Wiwi-News! Eure Wiwi-News-Redaktion Christina Zecher Kerstin Hartmann | |
| Prof. Meckl | ||
| verantwortlich: | Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 21.01.2005 | |
| Beitrag: | Zu Beginn eine Frage nach Ihrem Studium. Sie haben in Regensburg studiert?Ja, ich habe in Regensburg Volkswirtschaftslehre studiert. Zunächst war ich zwar für das Fach Betriebswirtschaft eingeschrieben, da ich von der Schule ein etwas verzerrtes Bild von der Volkswirtschaftslehre hatte. VWL bestand dort aus dem schlichten Einkreisen von Staat, Unternehmen und Konsumenten inklusive dem Malen diverser Pfeilbeziehungen zwischen diesen gesellschaftlichen Gruppierungen; das fand ich eher langweilig. In der BWL machte man dagegen wesentlich interessantere Analysen, die bereits einigermaßen abstrakt waren; dies hatte mich damals wesentlich stärker fasziniert. Im Studium war es schnell genau umgekehrt: da fand ich die volkswirtschaftlichen Vorlesungen im Grundstudium weitaus spannender und das ist bis heute so geblieben. Wechselt das noch mal? Bestimmt nicht, obwohl heute die Diskrepanz zwischen Volks- und Betriebswirtschaft in vielen Bereichen gar nicht mehr so groß ist. Denken Sie nur an das BWL-Fach Personalmanagement, das an vielen Universitäten in einer sehr durch die VWL geprägten Form – praktisch als angewandte Mikroökonomie – betrieben wird; umgekehrt greifen die VWL-Fächer Industrieökonomie und die Arbeitsmarktökonomie sehr stark betriebswirtschaftliche Ansätze mit auf. Warum sind Sie gerade Professor für IWB geworden und nicht für ein anderes Thema im Bereich Volkswirtschaft? Das hängt natürlich mit meinem beruflichen Werdegang zusammen. Internationale Wirtschaftsbeziehungen haben mich schon während meines Studiums sehr interessiert. Deshalb habe ich nach meinem Examen das Angebot einer Mitarbeiterstelle im damaligen Sonderforschungsbereich „Internationalisierung der Wirtschaft“ an der Universität Konstanz angenommen. Einer Reihe von Forschungsarbeiten in diesem Projekt bildeten auch die Grundlage meiner Dissertation. Nach der Promotion habe ich meine Forschungsinteressen mehr auf makroökonomische – insbesondere wachstums- und arbeitsmarkttheoretische – Themen verlegt, nicht zuletzt auch um mir ein zweites wissenschaftliches Standbein zu schaffen. Diese Strategie hat sich für mich angesichts der Arbeitsmarktlage für Hochschullehrer letztlich auch bewährt. Wie gefällt Ihnen die Uni Giessen an sich? Sind Sie zufrieden bzw. haben Sie sich das so vorgestellt? Es ist noch ein bisschen früh, diese Frage jetzt schon guten Gewissens zu beantworten, denn soviel habe ich in der kurzen Zeit seit Semesterbeginn natürlich noch nicht kennen lernen können. Unseren Campus finde ich auf jeden Fall sehr nett. Dann fragen wir doch mal so: was war der größte Schock, als Sie Giessen zum ersten mal betreten haben? Hmhmhmhm, es war eigentlich kein Schock, aber ich habe mich ziemlich gewundert, dass hier die Rotphasen der Ampelanlagen so lange sind. Mein erster Gedanke als ich im Taxi an den Fachbereich hochfuhr war natürlich, dass das die Taxifahrer-Gewerkschaft gut hingekriegt hat. Was war das erste, was Sie am Fachbereich - positiv oder negativ - wahrgenommen haben? Bei meinem Bewerbungsvortrag hatte ich das Gefühl, dass sehr konstruktiv diskutiert wurde, intensiv zur Sache, aber immer fair. Es war eine echte Herausforderung in durchaus angenehmer Atmosphäre. Auch das anschließende Gespräch in der Kommissionsrunde mit den jetzigen Kollegen empfand ich als sehr entspannt. Bei der Heimfahrt hatte ich das Gefühl, zum einen hier eigentlich alles richtig gemacht zu haben (manchmal tritt man ja auch in strategisch positionierte Fallen bei derartigen Veranstaltungen) und zum anderen auch hier hereinzupassen, sowohl persönlich als auch von der fachlichen Ausrichtung. Was ist Ihre Erwartungshaltung an Giessen? Lassen Sie mich dazu ein bisschen weiter ausholen. Mein erster Eindruck über den wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der Uni Giessen stammt von einem Round-Table-Bewerbungsgesprächs mit einer ganze Reihe von BWL- und VWL-Absolventen bei einer Versicherung in Mainz unmittelbar nach meinem Examen und gibt ein ziemliches Zerrbild zumindest der heutigen Verhältnisse. Anlässlich dieses Gesprächs lernten sich dort zwei Giessener BWL-Absolventen des gleichen Jahrgangs erstmals kennen – eine für mich damals extrem befremdliche Vorstellung, da es für mich vor dem Hintergrund der Verhältnisse in meiner Regensburger Studienzeit geradezu selbstverständlich war, dass man sich sogar jahrgangsübergreifend bestens kannte. Dass zwei Absolventen desselben Jahrgangs an derselben Uni sich anlässlich eines Bewerbungsgesprächs erstmalig kennen lernten schuf in mir damals das Schreckensbild eines extrem unpersönlichen und distanzierten Massenbetriebs in Giessen. Ich bin doch sehr erleichtert, dass meine damalige anekdotische Erfahrung, die mein Bild vom hiesigen Wirtschaftsfachbereich lange geprägt hatte, ein ziemlicher Extremfall war. Was nun meine Erwartungshaltung in jüngerer Zeit betrifft muss ich zugestehen, dass diese mehr durch das Studium des Internet-Auftritts des Fachbereichs bestimmt war denn durch wirkliche Kenntnis der Verhältnisse vor Ort. Dies liegt zum einen daran, dass es in Deutschland doch sehr viele wirtschaftswissenschaftliche Fachbereiche gibt und man insbesondere in der Phase als wissenschaftlicher Mitarbeiter hauptsächlich informiert ist über diejenigen Fachbereiche, die entweder bundesweit eine herausragende Stellung einnehmen, oder die aufgrund der eigenen Spezialisierung von besonderer Bedeutung sind. Eine weiterer Grund für die selektive Wahrnehmung von Fachbereichen oder Universitäten liegt wohl auch in einer gewissen Arroganz einer vergleichsweise erfolgreichen und Ranking-verwöhnten Universität, die sich praktisch ausschließlich an der Konkurrenz im Ländle (v.a. an Mannheim) und an den Leuchttürmen in unserem Fachbereich wie Bonn, München, Kiel und die Berliner FU und HU orientiert. Von den übrigen wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen hatte ich lediglich eine eingeschränkte Vorstellung, da ich – wenn überhaupt – bestenfalls einzelne Wissenschaftler kannte. Vor diesem Hintergrund war die Erwartungshaltung, die ich vor meinem Wechsel nach Giessen gebildet habe, sehr offen und spekulativ. Was müsste die Uni bzw. der Fachbereich tun, damit die Außendarstellung und die Wahrnehmbarkeit nach außen besser wird? Das kommt wesentlich darauf an, von wem man wahrgenommen werden will. Im Bereich der Wissenschaft werden Universitäten m.E. ausschließlich über ihre Forschungsaktivitäten wahrgenommen. Auch kleinere Fachbereiche können hier von sich reden machen, wenn man es versteht, entsprechende Nischen zu nutzen und die einzelnen Kapazitäten erfolgreich zu bündeln. Im Bereich der Lehre ist es so, dass sich die Studierenden heute sicher viel mehr Gedanken über die Auswahl ihres Studienorts machen als das beispielsweise Anfang der 80er Jahre der Fall war, als ich mein Studium aufgenommen habe. Die bereits erwähnten Rankings spielen dabei – trotz ihrer vieldiskutierten Mängel – bestimmt eine gewichtige Rolle. Genauso wichtig dürften aber gerade im Zusammenhang mit der Reform der Studienabschlüsse universitätsspezifische Spezialisierungen sein, die Schlüsselqualifikationen für bestimmte Arbeitsmarktbereiche der Absolventen anbieten. In diesem Bereich sind wir im Fachbereich gerade dabei, basierend auf den in der Vergangenheit bewährten Studienschwerpunkten derartige Spezialisierungen zu entwickeln. Wichtig ist dabei vor allem, sich hinreichend von der regionalen Konkurrenz (Frankfurt, Darmstadt, Marburg) zu differenzieren und dabei ein für die potenziellen Beschäftigungsfelder lukratives Gesamtangebot zu konzipieren. Mit welchen Ihrer Kollegen hatten Sie bislang den meisten Kontakt? Den meisten Kontakt hatte ich bislang mit Herrn Morlock, da er während meiner Verhandlungen mit der Uni Dekan des Fachbereichs war. Im Rahmen dieser Verhandlungen entwickelte sich dabei ein ganz ausgezeichnetes Verhältnis zu ihm. Ich habe es sehr geschätzt, wie er sich für mich und den Fachbereich eingesetzt hat, und ich bin mit dem Ergebnis der Verhandlungen sehr zufrieden. Des weiteren hatte ich auch wiederholt Kontakt mit Frau Luckenbach, da wir uns schon häufiger auf einschlägigen Tagungen getroffen haben. Der Kontakt zu den übrigen Kollegen ist derzeit noch recht lose, was natürlich auch daran liegt, dass ich derzeit nur von Mo abends bis Do mittags hier in Giessen vor Ort bin (ein wenig möchte ich ja auch bei meiner Familie sein), wobei momentan der Löwenanteil dieser Zeit durch meine Lehrtätigkeit und den Aufbau der Professur beansprucht wird. Andere Sachen werden derzeit noch arg hintangestellt. Mit Herrn Spengel wollte ich beispielsweise schon seit langem mal auf einen Kaffee gehen, aber das hat einfach noch nicht geklappt. Was hat Ihre Frau zu dem bevorstehenden Umzug nach Giessen gesagt? Wir waren uns alle schon immer im Klaren darüber, von Konstanz bzw. von unserem derzeitigen Wohnort Reichenau wegzuziehen, sobald ich eine unbefristete Anstellung angenommen habe. Und 11 Jahre Insel Reichenau sind auch genug. Wenn Sie 11 Jahre fast jeden Tag mit dem Fahrrad oder Auto über den Damm der die Insel mit dem Festland verbindet fahren, dann wird dies auch irgendwann mal langweilig. Das ist ja für die Touristen ganz nett, aber wenn man es zu lange macht, ist es einfach nicht mehr spannend. Daher sind wir intensiv dabei, nach Giessen bzw. in die hiesige Umgebung umzusiedeln. Und so abschreckend, wie Ihre Frage dies suggeriert, wirkt die Gegend hier nicht auf uns. Wir haben hier einige sehr nette Ecken in dieser sehr abwechslungsreichen Hügel-Gegend um Giessen ausfindig gemacht. Lediglich den Zugang zu einem See müssen wir uns leider abschminken. Aber dafür liegt Giessen von der Verkehrsanbindung wesentlich günstiger als Konstanz. Man ist schnell in Frankfurt, Köln oder gar Berlin. Und auch die Entfernung zu unserer eigentlichen Heimat (Oberpfalz) ist von hier aus geringer, was nicht zuletzt auch unsere Eltern freut. Es ist also keineswegs so, dass wir Giessen als Verschlechterung gegenüber unserem bisherigen Wohnsitz empfinden. Für uns ist es wichtig, dass die inzwischen 3-jährige Phase des Pendelns vorbeigeht und wir eine klare längerfristige Perspektive an einem Ort haben. Werden Sie Hesse? Sprachlich ganz bestimmt nicht, auch wenn ich mir vielleicht ein paar Sätze zurechtlege um damit gelegentlich zu kokettieren. Und sonst: Schauen Sie, ich bin in 16 Jahren an der Uni Konstanz kein Badener geworden, da werde ich bestimmt auf absehbare Zeit auch kein Hesse werden. Im Innersten bleibt man als Bayer (wenn auch Franke) doch immer ein Bayer! Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Machen Sie Sport oder spielen Sie ein Musikinstrument oder gibt es als Professor keine Freizeit? Das hoffe ich doch, dass es auch als Professor noch Freizeit gibt, ansonsten müsste ich mich schnellstens umorientieren und etwas anderes machen. Wir haben zwei Kinder, neun und zwölf Jahre alt, mit denen wir einen Großteil der Freizeit verbringen. Das macht auch richtig Spaß und entspannt. Die Kinder wollen erfreulicherweise ihre Freizeit auch noch mit uns verbringen, und das wollen wir natürlich ausnützen. Irgendwann wird das ja ohnehin anders, hoffentlich nicht zu bald. Zudem muss ich mir immer ein wenig Zeit nehmen um Sport zu treiben. Ich habe nämlich eine zweischneidige Angewohnheit: ich koche und ich esse gerne. Ohne gewissen Bewegungsausgleich würde das ziemlich anschlagen. Was für Sport machen Sie? Früher waren wir viel in den Bergen, aber das wurde wegen der Kinder ziemlich reduziert. Auch meine Kilometerleistung beim Rennradfahren ist nicht mehr allzu hoch; Radfahren ist einfach sehr zeitaufwendig. Daher habe ich mich im Laufe der Zeit mehr aufs Laufen verlegt, was mir früher immer zu langweilig war. Aber immerhin kommt man dabei an die frische Luft und kann abschalten. Sie sagen, Sie kochen gerne: was ist Ihr Lieblingsgericht oder was können Sie am Besten? Oh, das kann ich gar nicht so exakt sagen. Meine Frau und ich kochen beide sehr gerne, und wir sind wohl eines der wenigen Ehepaare, die sich auch in der Küche vertragen. Wir bemühen uns, recht vielseitig zu kochen, stark an europäischer Küche orientiert. Es hat sich im Laufe der Zeit auch eine komplementäre Spezialisierung entwickelt, schön nach ökonomischen Gesetzmäßigkeiten optimaler Arbeitsteilung. Beispielsweise werden bei uns Steaks ausschließlich von meiner Frau zubereitet, die kriege ich gar nicht hin. Andererseits bin ich der Familienspezialist für Sachen wie Zanderfilets in Bier- oder Strudelteig. Was mögen Sie denn gar nicht? Verkochten Blumenkohl zum Beispiel, oder die vitaminhaltige Seetangsuppe. Waren Sie schon mal hier in der Mensa? Natürlich, ich gehe hier sogar regelmäßig zur Mensa. Und der Eindruck? Ich halte die Qualität der Speisen der hiesigen Mensa für überdurchschnittlich gut, die Schlangen sind kurz und die Atmosphäre ist auch ok. Die Konstanzer Mensa wirbt ja damit, die beste Mensa Deutschlands zu sein; aber das ist vor allem auf den hervorragenden Ausblick zurückzuführen, thront man doch über dem Bodensee und der Insel Mainau. Aber das Essen hat mich dort im Laufe der Zeit doch ziemlich angeödet. Das ist wahrscheinlich mit jedem Großküchenessen so, die Abwechslung hält sich doch in einigermaßen engen Grenzen. Jeden Dienstag SchniPoSa (Schnitzel mit Pommes und Salat) ist auf Dauer einfach recht eintönig. Wie schätzen Sie den Durchschnitts-Studenten ein bzw. was ist für Sie der Durchschnitts-Student? Das ist eine schwierige Frage, v.a. weil der Durchschnittsstudent aufgrund der enormen Heterogenität der Studentenschaft ein ziemlich ungeeigneter Indikator für die „Qualitäten“ einzelner Studierender ist. Zudem beschränken sich meine Erfahrungen natürlich auf Studierende in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern, die keinesfalls repräsentativ für die ganze Studentenschaft sein dürften. Aber so ganz im Allgemeinen halte ich die Studierenden in Deutschland für besser als ihr Ruf (was ich auch für unsere Universitäten unterschreiben würde). Insbesondere scheint mir die heutige Studentengeneration recht zielstrebig an ihr Studium heranzugehen, was sich beispielsweise in der Studiendauer offensichtlich widerspiegelt. Nichtsdestotrotz vermisse ich bei nicht wenigen die richtige Einstellung zu den eigentlichen Inhalten ihres Studiums, insbesondere dann, wenn sie mit abstrakten Denkansätzen konfrontiert werden oder wenn sie auf prinzipiell lösbare Schwierigkeiten stoßen. Im Vergleich zu kleinen Kindern, die einen enormen Biss entwickeln, wenn sie sich für etwas interessieren oder wenn sie etwas erlernen wollen, scheint mir die Nachhaltigkeit des fachlichen Interesses bei Studierenden häufig weit weniger stark ausgeprägt. Kleine Kinder fragen einem sprichwörtlich Löcher in den Bauch; an der Uni ist es leider häufig entgegengesetzt, da fragen häufig die Dozenten den Studierenden Löcher in den Bauch; umgekehrt ist dies nur hinsichtlich der Frage, welche Veranstaltungsteile denn eigentlich nicht klausurrelevant sind. Dies ist angesichts dessen, dass die Studierenden ja die geistige Elite einer Gesellschaft darstellen, schon etwas verwunderlich. Gewiss sind diese Probleme zum Teil auch in unserem System angelegt. Die Studierenden werden in den Massenveranstaltungen der Grundlagenvorlesungen in den ersten Semestern zwangsläufig eher zum passiven Konsumieren erzogen und reagieren dann einigermaßen überrascht, wenn sie in kleineren Gruppen selber aktiv werden sollen. Aber der ureigene Entdeckungs- und Forschungsdrang, den man bei Kindern noch so gut beobachten kann, sollte dadurch nicht gänzlich verloren gehen, das muss schon irgendwo vorher auf dem Weg zur Uni passieren. Aber wo genau die Motivation hier verloren geht, das weiß ich leider auch nicht. Vielleicht kann ich darüber vielleicht in einigen Jahren mehr dazu sagen, wenn ich entsprechende Erfahrungen in der eigenen Familie gemacht habe. | |
| Prof. Spengel | ||
| Verantwortlich: | Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 19.11.2004 | |
| Beitrag: | Herr Prof. Spengel, was haben Sie in die früheren Poesie-Bücher als Traumberuf hineingeschrieben?Rennfahrer vielleicht, aber genau weiß ich das nicht. Sind Sie selbst Rennen gefahren? Gokart in Walldorf – 23 PS aus 100 Kubik – „Die waren richtig heiß, die Flitzer.“ Was fahren Sie für ein Auto? Einen BMW. Welche Autofarbe würden Sie niemals nehmen? Vielleicht weiß, weil weiß keine Farbe ist. Welches ist Ihr Lieblingsreiseziel? Europa. Der Urlaub muss bei mir mit Erholung und der Möglichkeit verbunden sein, Kulturen, Menschen und Gegenden kennen zu lernen. Ein einfacher Strandurlaub liegt mir nicht. Wo waren Sie zuletzt im Urlaub? In Frankreich, eine Woche in der Nähe von Albi und Toulouse - in Galliac, eines der größten Weinanbaugebiete Frankreichs. Danach verbrachte ich noch eine Woche an der Cote-d’Azur, bei Nizza in den Bergen. Was ist ihr Lieblingswein? Da bin ich offen. Wenn ich in eine Weingegend komme, teste ich gerne und nehme regelmäßig etwas nach Hause mit. Haben Sie eine Lieblingstraubensorte? Eigentlich nicht. Ich trinke Weißwein genauso gerne wie Rotwein. Beim Weißwein bevorzuge ich einen Riesling, beim Rotwein aus Deutschland Badischen Spätburgunder, ansonsten aber auch Riocha, Chianti und Südtiroler, weniger liegen mir Bordeaux-Weine. Welchen Sport machen Sie am liebsten? Ich habe etwa 20 Jahre lang Basketball gespielt. Meine Heimatstadt Heidelberg war bis in die 80er Jahre die Hochburg im deutschen Basketball. Heute halte ich mich mit Waldläufen und Tennisspielen fit. Was war Ihr prägendstes Erlebnis beim Sport? Mein schönes Erlebnis hatte ich mit der Schulmannschaft bei einem Basketballspiel in Bad-Soden-Allendorf. Dort wurde ich ins All-Star-Team berufen, dem auch einige Bundesliganachwuchsspieler angehörten. Wann stehen Sie morgens auf? An Arbeitstagen um 6 Uhr. Und wann stehen Sie sonntags auf? Etwas später, um 8 Uhr. Stehen Sie vor Ihrer Frau auf, oder nach ihr? Meistens stehen wir zusammen auf und frühstücken gemeinsam. Welchen Teil der Zeitung lesen Sie zuerst? Die Titelseite. Ich lese jeden Morgen (außer sonntags) beim Frühstück die Regionalzeitung, um mich über mein Umfeld zu informieren. In überregionalen Zeitungen lese ich fast ausschließlich den Wirtschaftsteil, weil diese Mitteilungen für mich beruflich von Interesse sind. Darüber hinaus schaue ich regelmäßig die Tagesthemen im Fernsehen an. Waren Sie auch schon mal in Gießen unterwegs? Ja, aber nur bedingt. In meinem ersten Semester war ich eigentlich von morgens bis abends am Lehrstuhl. Ansonsten hatte ich in dieser Zeit noch neun Vorträge außerhalb der Universität, da waren die Wochen schon ziemlich ausgefüllt. Was würden Sie sich noch genauer anschauen? Alles. Dazu werde ich mir Zeit nehmen. Essen Sie in der Mensa? Ich gehe regelmäßig mit meinen Mitarbeitern in die Mensa. Mensaessen war auch während meiner Assistentenzeit in Mannheim angesagt. Was sollte die Mensa noch anbieten? Verglichen mit anderen Mensen ist das Angebot der Giessener Mensa völlig in Ordnung. Persönlich würde ich öfter gerne einmal ein Steak essen. Wer ist die beste Köchin/der beste Koch für Sie auf der Welt? Mein Bruder. Er hat zunächst Koch gelernt und nach seiner Ausbildung zum Hotelbetriebswirt den elterlichen Betrieb übernommen. Er war unter anderem als Kochlehrling Dritter der Deutschen Meisterschaften und Berlins bester Jungkoch. Was wünschen Sie sich von ihm? Das ist ganz verschieden. Steuerliche Ratschläge werden in Naturalien abgegolten, so sind die Regeln. So komme ich gelegentlich zu Pasteten oder zu einer schönen Räucherfischplatte. Was ist Ihr Lieblingslokal? In Gießen bin ich noch auf der Suche. Wissen Sie wo das Fachschaftsbrett hängt? Im Hörsaalgebäude am Treppenabgang zur Cafeteria. Dort steht auch ein Körbchen mit den WiWi-News. Was würden Sie sich von der Fachschaft wünschen? – Was könnte man besser machen? Die Frage müssten Sie im Studentenkreis stellen. Sie vertreten ja nicht meine Interessen, sondern die der Studenten am Fachbereich. Wie viel Studenten hatten Sie in Ihrem ersten Semester? Jeweils ca. zehn in zwei Vorlesungen, einer Übung und einem Seminar. Die Anzahl stellt mich nicht zufrieden, aber in meinem ersten Semester habe ich damit gerechnet. In Steuern bestehen traditionell sehr gute Berufsaussichten und man kann das Fach mit vielen anderen Fächern am Fachbereich sinnvoll kombinieren. Das reicht von Rechnungswesen über Finanzierung bis hin zur Wirtschaftsinformatik. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Mehrere: 1. Als Anfänger geht es mir zunächst darum, meinen Lehrstuhl und mein Lehrprogramm aufzubauen. Dabei werde ich hervorragend von meinen Assistenten und meiner Sekretärin unterstützt. 2. In der steuerlichen Forschung bin ich seit längerem unter anderem in Form gutachterlicher Tätigkeiten für Ministerien, die Europäische Kommission und den Sachverständigenrat verankert. Diese Position möchte ich weiter festigen. Dabei geht es auch um die Einwerbung von Drittmitteln, die für die Finanzierung der Ausstattung meines Lehrstuhls bedeutsam sind. Aktuell bearbeiten wir einen Auftrag des Bundesfinanzministeriums zur Erbschaftsteuer im internationalen Vergleich. Im Rahmen meiner Forschungstätigkeit kooperiere ich mit zahlreichen Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland sowie mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Dort betreue ich als Gastprofessor mehrere Projekte. 3. Schließlich sind Kooperationen mit der Praxis bedeutsam. Forschung und Praxis sind kein Widerspruch. Beides lässt sich sinnvoll kombinieren. Einerseits erfährt man sehr viel über relevante Fragestellungen, von denen auch die Studierenden profitieren. Andererseits kann man auf diese Weise seine Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit tragen. Machen Sie Ihre Einkommenssteuererklärung selbst? Ja. Das klappt noch ohne PC, vor allem deshalb, weil meine Einkunftsarten überschaubar sind. Überfordert der Gesetzgeber damit seine „Kunden“? Ja. Das erkennt man schon am Stellenwert von Steuern als Gesprächsthema. Die gesetzlichen Regelungen und ihre Konsequenzen sind für niemanden richtig überschaubar. Ist das in anderen Ländern einfacher? Es gibt Länder, auch in Europa, die ein simpleres Steuerrecht haben. Vereinfachung erhält man durch transparente Regelungen mit wenig Ausnahmen. Freilich ist es so, dass es bei der Streichung von Ausnahmen stets Verlierer geben wird. Verwendet man allerdings das Mehraufkommen, um die Steuersätze deutlich zu senken, werden viele gewinnen. An welchem Land sollten wir uns ein Beispiel nehmen? Es gibt vor allem die nordischen Länder: Finnland, Norwegen und Schweden. Diese Länder unterscheiden nur zwischen zwei Einkommensarten: Dem Arbeitein-kommen und dem Rest, das ist das Kapitaleinkommen. Arbeitseinkommen wird wie bei uns progressiv besteuert, das Kapitaleinkommen dagegen proportional mit Steuersätzen von unter 30 v.H. Gibt es für Sie eine Horrorsteuer in Deutschland? Die Frage kann man so nicht beantworten. Steuern werden zur Finanzierung der Staatsausgaben erhoben. Da gibt es prinzipiell keine Horrorsteuer, der Fiskus hat allerdings unsere Verfassung zu achten. Problematisch ist es, wenn Steuern und andere Leistun-gen miteinander verknüpft werden. Unschön ist es beispielsweise, dass das Aufkommen der Ökosteuer unser Sozialsystem entlasten soll. Das ist falsch. Denn auf diese Weise wird dem Lenkungsziel der Ökosteuer, die Umwelt zu schonen, überhaupt keine Rechnung getragen. Die Ökosteuer hat ihr Ziel erreicht, wenn sie keiner mehr bezahlen muss. Welche Steuer halten Sie für gut gelungen? Die Umsatzsteuer. Es gibt sie europaweit nach dem gleichen System und der gleichen Bemessungsgrundlage. Die Steuersätze sind in Bandbreiten angeglichen. Zur Kommission Steinbrück-Koch: Würden Sie da Potential erkennen? Ja. Aufgrund permanent unterschiedlicher Mehrheiten im Bundestag und im Bundesrat ist es zunehmend schwierig, sinnvolle Steuergesetze auf den Weg zu bringen. Im Vorfeld erreichte politisch konsensfähige Lösungen beschleunigen den Gesetzgebungsprozess und erhöhen die Stabilität der Steuerpolitik. Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Auf eine einsame Insel würde ich ein schönes Buch, das nichts mit meiner Arbeit zu tun hat, meine Frau, etwas Musik und einen guten Tropfen mitnehmen. Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen? Die Tagebücher von Viktor Klemperer. Klemperer war Jude und Professor in Dresden. Gemeinsam mit seiner Frau hat er das Dritte Reich überlebt. Ich lese gerne Biographien. Welche Musik hören Sie am liebsten? Das erste Konzert, das ich besuchte, war Santana im Jahr 1978. Zuletzt war ich bei den Rolling Stones. Ich besitze viele Schallplatten und höre gerne Rockmusik und Jazz. Welches war Ihr schönstes Konzerterlebnis? Ein Konzert von Bob Seeger im Jahr 1980. Welche Änderungen würden Sie am Fachbereich vornehmen? Die Ausstattung der Hörsäle könnte besser sein. Zumindest sollte in jedem Hörsaal ein Overheadprojektor vorhanden sein. Was würden Sie an der Prüfungsordnung verbessern? Da fällt mir kein besonderer Punkt ein, im Großen und Ganzen ist die Prüfungsordnung in Ordnung. Wir danken Ihnen für das Gespräch. (CZ) | |
| Silke Weber | ||
| verantwortlich: | Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 10.12.2004 | |
| Beitrag: | Silke Weber Name: Silke Weber Geb.datum: 20.07.78 Familienstand: ledig Wohnort: Wetzlar seit… 02/04 ...Assistentin an der Professur BWL VII Promotionsthema: Rechnungslegung über Kooperationen Aufgaben am Lehrstuhl: Das Übliche Welche Erfindung hätten Sie gerne gemacht? Das Rad Welche Qualitäten muss eine Führungspersönlichkeit haben, damit Sie sich ihr unterordnen können? Fachliche und soziale Kompetenz Welchen Beruf- außer Ihrem jetzigen- hätten Sie sonst eingreifen mögen? Anwältin Welche Kurve würden Sie gerne noch mal nehmen dürfen- um sie diesmal zu kriegen? Die letzte Kurve, bevor ich beim Skilaufen im Schnee gelandet bin. Wie lautet Ihr Lebensmotto? 1. Nur der ist ein freier Mensch, der über sich selbst Herr ist. 2. Was man nicht aufgibt, hat man nicht verloren. (beide von Matthias Claudius) Neben welcher Persönlichkeit würden Sie während eines Transatlantikflugs gern sitzen? Bernhard Victor (Vicco) Christoph Carl von Bülow (alias”Loriot”) Was sagen Freunde über Sie? Das müssen Sie sie fragen! Wem haben Sie womit zuletzt eine Freude gemacht? Ich hoffe, ich mache häufig vielen Menschen eine Freude. Worüber haben Sie zuletzt so richtig gelacht? Beim Weihnachts-Billardspiel des Lehrstuhls Lieblings-Essen: Gebackene Champignons Lieblings-Getränk: Deit Lieblings-Buch: Aktuell: Der Schwarm Lieblings-Film: Pappa ante Portas, Ödipussi Lieblings-Kneipe: Keine Bestimmte Lieblings-Urlaubsort: Australien Hobbys: Skifahren, Inlines, Luftfahrt, Chinesisch lernen Tipps für´s Studium: Freude am Studium, damit geht vieles leichter. Zukunftspläne: Promotion | |
| Beitrag | "Der Fachbereich muss sich den Herausforderungen stellen!“ | |
| Autor: | Christina Zecher/Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 26.12.2004 | |
| Beitrag: | Vorstellung des Dekans Prof. Dr. Scherf Der Fachbereich steht in den nächsten Jahren vor einem Umbruch. Zum einen gilt es, den Wechsel auf Bachelor- und Master-Abschlüssen zu meistern, zum anderen findet eine Verlagerung der Entscheidungskompetenzen auf die Fachbereiche statt. Prof. Dr. Scherf stellte seine Ziele als Dekan vor und kommentierte aktuelle Entwicklungen in der Hochschulpolitik im Gespräch mit den WiWi-News.Insbesondere infolge des politisch gewollten und forcierten Wechsels zu den Bachelor- und Master-Abschlüssen müsse sich der Fachbereich frühzeitig auf die damit verbundenen Herausforderungen einstellen, so Prof. Dr. Scherf. Daher sieht er eine seiner Hauptaufgaben als neuer Dekan darin, die bereits angelaufenen Planungen zu koordinieren und zum Erfolg zu führen. Mit Blick auf die Studierenden meint Prof. Dr. Scherf, sie müssen sich keine Sorgen machen: Der Diplomabschluss werde noch auf Jahre hinaus gefragt sein, da seine Qualität allseits bekannt sei und dementsprechend auch geschätzt werde. Jeder Fachbereich ist aber auch externen Einflüssen seitens der Universität oder von Seiten der Hochschulpolitik des Landes ausgesetzt, auf die das Dekanat reagieren muss. So sieht beispielsweise der aktuelle Entwicklungsplan der Universität Gießen eine Schwerpunktsetzung in den Bereichen Lebenswissenschaften und Lehramtsstudiengängen vor. Darin sieht Prof. Dr. Scherf allerdings keine Schwächung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften. Auch wenn der Entwicklungsplan den Bereich Wirtschaft nicht besonders herausstellt und die Strukturentscheidungen sich in Zukunft an diesem Entwicklungsplan orientieren, sind nach Aussage des Dekans keine fundamentalen Veränderungen geplant oder zu befürchten. Eine Profilierung im Bereich Wirtschaftswissenschaften ist nur schwer als Alleinstellungsmerkmal in der Konkurrenz zu anderen Hochschulen darzustellen. Für die demnächst anstehenden, altersbedingten Neubesetzungen einiger Professuren sieht der Dekan des Fachbereichs Wirtschaft keine negativen Auswirkungen dieses Entwicklungsplans. Prof. Dr. Scherf stellt heraus, dass der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften seine „Hausaufgaben“ gemacht hat. Dies könne man auch daran ablesen, dass dem Fachbereich 02 in einem Pilotprojekt die Personalbudgetierung vom Präsidium der Universität übertragen werden soll. Dies ermöglicht flexiblere Lösungen in der Personalplanung, da das Dekanat die knappen Personalmittel dann wenigstens autonom verwalten kann. Der Dekan unterstreicht, dass man Pilotprojekte dieser Art nicht an einem Fachbereich durchführt, der in den mittel- bis langfristigen Planungen der Universität keine Rolle spielt. Für die Zukunft ist die Tendenz zu erkennen, mehr Entscheidungen in die Fachbereiche zu verlagern und so die Kompetenzen des Dekanats zu stärken, dass dann die „Spielregeln“ am Fachbereich entwickeln und etablieren muss. Im Hinblick auf die Verlagerung der Entscheidungskompetenzen steht eine weitere Herausforderung für den Fachbereich an, denn leider sei nicht mit einer Erhöhung der in den letzten Jahren stark gekürzten Mittel zu rechnen, so Prof. Dr. Scherf. Er versprach jedoch, alles daran zu setzen, dass die in den kommenden Jahren frei werdenden Professuren dem Fachbereich erhalten bleiben. Auch im Bereich der Hochschulpolitik wurde kürzlich eine erster Versuch gestartet, die Hochschulen von der Landesverwaltung unabhängiger zu machen. Die Technische Universität Darmstadt hat kürzlich als erste hessische Universität die volle Selbstverwaltung erhalten. Prof. Dr. Scherf sieht in diesem Zusammenhang grundsätzlich die Entscheidungskompetenz bei den Hochschulen sehr gut aufgehoben, auch wenn sich der Versuch in Darmstadt in der Praxis erst noch bewähren müsse. Allerdings betont der Dekan, dass die Verlagerung der Entscheidungskompetenz auf die Hochschulen kommen muss, wenn die politische Forderung nach mehr Autonomie der Hochschulen erst gemeint ist. Autonomie alleine nützt allerdings wenig: Gerade die Berufungspolitik ist besonders von der finanziellen Ausstattung der Hochschulen abhängig. Dennoch weist der Dekan darauf hin, dass auch momentan schon jede Universität für sich Berufungspolitik betreiben muss und auch in dem bestehenden System individuelle Vereinbarungen möglich seien. Eine weitere Herausforderung im nächsten Jahr stellt die Abschaffung der Studienplatzvergabe der ZVS im Bereich BWL ab dem WS 05/06 dar. Prof. Dr. Scherf sieht dabei vor allem organisatorische Herausforderungen auf die Universität zukommen, da keine zentrale Organisation des Nachrückverfahrens mehr erfolgt. So kann es ein, dass sich Studenten bei mehreren Universitäten gleichzeitig bewerben und dann mehrere Zulassungen erhalten. Grundsätzlich wird es ähnliche Auswahlkriterien wie bisher bei der ZVS geben, so Prof. Dr. Scherf. Der Fachbereich hat sich inzwischen dafür entschieden, bei nur einer zu hohen Bewerberzahl und dann nach der Abitursnote zu rationieren. Allerdings ist längerfristig, vor allem im Hinblick auf die weitere Schwerpunktbildung im Rahmen von Bachlor- und Masterstudiengängen, eine Modifikation des Auswahlverfahrens wahrscheinlich. Auf die Rolle der Volkswirtschaftslehre in der Ausgestaltung der neuen Studiengänge angesprochen, sieht Prof. Dr. Scherf die VWL gut positioniert. Der Schwerpunkt „Internationale Wirtschaft“ wird in Zukunft das volkswirtschaftliche Zentrum darstellen, aber auch im Schwerpunkt „Geld, Banken, Versicherungen“ ist die VWL stark vertreten. Der Dekan unterstreicht, dass volkswirtschaftliche Lehrstühle an allen Schwerpunkten beteiligt sind und in Zukunft auch keine Umschichtung geplant ist. Entscheidend ist die inhaltliche Ausrichtung in den Schwerpunkten und nicht die Zugehörigkeit zur Betriebs- oder Volkswirtschaftlehre, so Prof. Dr. Scherf. Auch in den zukünftigen Studiengängen werden die BWL-Studenten weiterhin einen großen Anteil an volkswirtschaftlichen Inhalten im Studium belegen und damit eine breite wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung erhalten, betont der Dekan.
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| Kolumne | Leverage your core competencies to drive mission-critical takeaways!* | |
| Autor: | Thomas Wagner | |
| Erstellt: | 18.12.2004 | |
| Beitrag: | Language lessons from internships So you’re looking forward to a semester break full of practical experience to be gained at a big-name multinational corporation. During such an internship you’ll almost certainly notice (and maybe even admire) how skillfully experienced management professionals seem to use English in their everyday work. After all, who would fail to be impressed by the smart, competent and polished ways in which managers • describe problems as actionable, mission-critical or, heaven forbid, requiring a paradigm shift , • urge you to think outside the box and be proactive in adjusting your skill set, preferably 24/7, • end meetings with a list of deliverables and promise to touch base with you later so as to keep you in the loop on best practices? Well, don’t be dazzled – what you are witnessing here is nothing but the thoughtless overuse of current management buzzwords and jargon. Many such words (especially nouns) started life either at North American business schools or in consultants’ offices, where they were used as technical terms (e.g. best practices, value chain, benchmarking, empowerment, reengineering, leverage, core competencies and the like). When management practitioners apply these expressions too loosely and too frequently out of their original context, they create buzzwords – terms which are so vague that they can mean anything and everything. Anything you know or do best? A core competency, obviously. Need to compare something? Better to benchmark it. Doing things the way you’ve always done them? Must be best practice. If not, try a paradigm shift (something radically new). In addition to this preference for pseudo-technical terms, most management jargon is based on three very simple principles. First, use lots of metaphors to make abstract things more concrete. Thus, you think outside the box when you’re creative – which, of course, is only acceptable as long as you keep your boss in the loop (informed) and build your skill set (i.e. skills, but more colourful – like the plastic blocks of a Lego set). When in doubt, use metaphors which come from sports, the military, or information technology and the Internet. So touch base with your co-workers instead of just contacting them when you have mission-critical (very important) information. Just don’t try to interface with them 24/7 – talking to them without interruption is a sure-fire way of dropping the ball (failing to do what’s expected). Second, make things sound as if you’re actively involved in well-planned processes rather than just passively bearing a more or less chaotic state of affairs. After all, managers in the 21st century are proactive (more active than active, presumably) and drive change (rather than lorries), especially when they deal with deliverables (things to do) and takeaways (not pizza, but things learned). Third, if none of the above principles apply, try constructing your own pseudo-technical terms. Just put useful word endings (such as –able or –ize) where they don’t belong to make impressive new words. But don’t stop at actionable (for something which can be acted upon), to monetize or to productize (meaning to make into money or products). Words like partnerable, goalable, marketize or profitize have not been invented yet although they make perfect sense. Come on, think outside the box, will you? As you’ve probably guessed by now, managers use buzzwords and jargon for two main reasons: • to signal their identification with a particular social and professional group (association), • to set themselves apart from both other group members and outsiders by trying to sound more important, intelligent or competent than they really are (dissociation). How, then, should you handle management jargon? Well, instead of saying “Excuse me, would you mind using a less pretentious word?” (ouch!), a slightly more flexible approach may be advisable. So try to become aware of jargon and be able to understand it first (for this, try some of the links at the end of this article). Then learn how to use it selectively, i.e. play along with some (!) jargon use for association (with important people in the organization, say) but always avoid using it for dissociation, e.g. whenever non-managers or laypersons are involved. For example, inserting two or three carefully chosen buzzwords into a presentation you give to the company’s senior executives can sound quite professional, but forcing jargon-filled small talk on the department’s administrative assistant comes across as arrogant and condescending. At what point will you know that you’ve finally mastered management jargon? Easy. As soon as you can reply to your boss’s instruction (in the headline of this article) by saying “Hmm, I’m not convinced that tasking me to implement a world-class coffee service for the whole department was a win-win solution...” But don’t complain if your boss counters that with the ultimate killer phrase of management jargon: “Well, if you’re not part of the solution, you’re part of the problem” (shut up and do as I say or you’ll be fired). * Do what you do best to learn important stuff! Jargon links: • http://www.johnsmurf.com (a fun guide to current management jargon and buzzwords) • http://www.dack.com/web (features the unique Web Economy BS Generator) • http://education.yahoo.com/college/essentials/articles/biz/bus_lingo.html (definitions of MBA jargon and technical terms) • http://www.dilbert.com/comics/dilbert/games/index.html (generate your own mission statements and performance reviews full of jargon) | |
| Beitrag | Einmal Job mit Zukunft, bitte… | |
| Autor: | Jochen Anderweit/Claudia Heuer | |
| Erstellt: | 22.12.2004 | |
| Beitrag: | Absolventenkongress des forum-Verlags in KölnAlle Jahre wieder findet in Köln der „Absolventenkongress“ statt. Veranstaltet wird diese Jobmesse vom forum-Verlag, der sich ab 2005 „hobsons“ nennt. Der Kongress ist gedacht für Studierende verschiedenster Fachrichtungen, die ihr Studium gerade abgeschlossen haben oder kurz vor ihrem Abschluss stehen sowie für die sogenannten „Young Professionals“. In 2004 fand der Kongress am 24. und 25. November statt – es stellten ca. 250 Unternehmen aus, die auf der Suche nach Nachwuchskräften waren. Um als Student am Absolventenkongress teilnehmen zu können, ist vorab eine Anmeldung erforderlich. Es empfiehlt sich, dies einige Zeit vorher auf der Web Site www.absolventenkongress.de vorzunehmen, da so der Eintrittspreis geringer ausfällt (2004 waren das fünf statt 15 Euro). Sobald man sich online angemeldet hat, kann man sich zum einen Profile von ausstellenden Firmen ansehen, zum anderen ein eigenes Profil anlegen. Dazu stehen eine Reihe recht komfortabler Web-Formulare zur Verfügung, in denen man nach und nach seinen Lebenslauf anlegen kann. Diesen stellt man mit einem Klick online, so dass die Unternehmen darauf zugreifen können. Als weiteres Feature kann man sich seinen eigenen Lebenslauf als fertig formatiertes PDF herunterladen, ausdrucken und zum Kongress mitnehmen. Die Web Site des Absoventenkongresses ist sowieso die Plattform, auf der man sich vor dem Kongress ein wenig herumtreiben sollte. Denn neben Firmenprofilen, die hier ständig aktualisiert werden, erhält man neueste Informationen über Vorträge und Veranstaltungen auf dem Kongress, Tipps und Infos zur Vorbereitung, Anreise- und Unterkunftsdaten sowie einen kleinen Kneipenführer von Köln. Außerdem kann man sich von einigen Ausstellern mit wenigen Klicks detaillierte Unternehmensinfos zuschicken lassen. Das sind dann meistens Präsentationen, die per Mail kommen, oder Geschäftsberichte. Nur wenige „getestete“ Unternehmen verschickten spezielle Recruiting-Infos per Post. Es gibt auch Unternehmen, die sich für so exklusiv halten, dass sie gar keinen eigenen Stand auf dem Kongress anbieten. Vielmehr muss man sich bei diesen auf der Web Site des Absolventenkongresses um ein Bewerbungsgespräch „bewerben“. D.h., man klickt die Unternehmen an, mit denen man gern ein Bewerbungsgespräch auf dem Kongress führen möchte. Dazu müssen dann der Online-Lebenslauf komplett sein und weitere Zeugnisse etc. an den Veranstalter geschickt werden. Wenn man Glück hat, bekommt man dann einen Termin, zu dem man zu erscheinen hat. Bei Gruner+Jahr wurde in 2004 sogar ein ganztägiger Workshop durchgeführt, und erst am zweiten Tag gab’s das Gespräch… Nachteil dieser Art von Bewerbung ist sicherlich, dass man seinen gesamten Messeaufenthalt „verplant“ und keine Zeit für andere Gespräche mehr hat. Den Besuch auf dem Absolventenkongress sollte man gut vorbereiten. Dazu zählt natürlich ein entsprechendes Outfit, und ein, zwei Bewerbungsmappen sollte man auch dabei haben. Für die meisten, vielleicht auch spontanen Gespräche reicht ein einfacher (aber sauber gestalteter) „Flyer“, auf dem man sich selbst kurz vorstellt. So ein Waschzettel ist relativ schnell und billig herzustellen. Ferner sollte man sich vorab genau überlegen, welche Unternehmen man besuchen möchte (dazu dienen die kostenlos zugeschickten Prospekte), und einen Tagesplan mit genügend Puffer aufstellen. Häufig sind die gewünschten Gesprächspartner nicht erreichbar, und man muss entsprechend lange warten. Allerdings war ein paar Mal zu erleben, dass man nach dem Gespräch auf die Web Site des Unternehmens verwiesen wurde, auf der man sich bewerben solle. Da stellt sich dann die Frage, ob sich der Kongress überhaupt lohnt, wenn man in solchen Fällen nur recht unverbindliche Informationen bekommt, die die Web Site sowieso bereit stellt!? Andererseits können Kommilitonen davon berichten, wie ihnen die komplette Bewerbungsmappe quasi aus der Hand gerissen wurden – die Verfahrensweise ist also von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Neben den persönlichen Gesprächen bietet der Absolventenkongress auch viele Veranstaltungen, auf denen man sich einfach nur „berieseln“ lassen kann und nützliche Informationen mitnimmt. Dazu zählen in erster Linie die zahlreichen Firmenpräsentationen. So kann man einzelne Unternehmen kennenlernen, ohne dass man gleich ein Gespräch mit ihnen anfangen muss. Im „bewerbungs_forum“ (wie das wohl bei „hobsons“ heißen wird?) veranstaltet Kienbaum zahlreiche Vorträge rund um die Bewerbung, Bewerbungsunterlagen oder Bewerbungsgespräche. Allerdings ist das „bewerbungs_forum“ meist total überfüllt, so dass man nur mit Geduld einen Stehplatz mit enstprechender Aussicht ergattert. Neben dem „bewerbungs_forum“ gibt es noch das „karriere_forum“ und das „technologie_forum“, in denen Vorträge zu den entsprechenden Schwerpunkten zu hören sind. Neben den nützlichen Vorträgen bietet Kienbaum übrigens noch den „Bewerbungsmappen-Check“ an. Dabei kann man seine Bewerbungsmappe von einem Profi unter die Lupe nehmen lassen und erhält unmittelbar sein Feedback. Aber auch hier heißt es: Schlange stehen! Neben dem ganzen Fachlichen bietet der Absolventkongress aber auch Praktisches an: Viele Firmen verteilen Give-aways, Getränke, Speisen, oder man kann sich von einem Zeichner karikieren lassen. Durch die Verteilung der Aussteller auf die zwei Ebenen nur einer Messehalle sind auch die Wege nicht zu lang, die man zurücklegen muss. Das Messegelände in Köln ist gut erreichbar, und die zahlreichen Parkplätze sind kostenlos! Wer nicht selbst fahren möchte, kann auch den Bustransfer von MLP in Anspruch nehmen. Ob sich nun so ein Kongress lohnt, muss wie immer jeder für sich selbst entscheiden. Vorteil sind ganz sicherlich die persönlichen Kontakte zu Unternehmen, die normalerweise auch alle Jobs in der Tasche haben. Nachteilig sind aber auch die häufig vagen Informationen und der Verweis auf Unternehmens-Web-Sites. Was man aber jeden Fall vom Kongress mitnehmen kann, sind ein paar Sonnenblumen der HVB… | |
| Beitrag | Välkommen till Sverige | |
| Autor: | Frauke Schunk | |
| Erstellt: | 27.12.2004 | |
| Beitrag: | Ein Artikel über das Leben in Schweden und den Austausch über ErasmusGlögg, Santa Lucia, Snus, Prips Blå, blonde und freundliche Menschen, Kiruna, Schnee, Volvo, Marabou-Schokolade, Mittsommer, Dunkelheit, Seen, Elche, Stockholm, Ikea - all das sind typisch schwedische Dinge, die es so nur in Schweden gibt und das Land zu dem machen was es ist.Ein halbes Jahr über das europäische Austauschprogramm nach Schweden, Paris, Exceter, Santander oder Athen ist unvergesslich und jeder Student, der diese Erfahrung mitgemacht hat wird sie für immer in guter Erinnerung behalten. Ich habe für ein halbes Jahr in Karlstad – Mittelschweden – studiert, viele tolle Menschen kennen gelernt, das Land bereist und eine ganze Menge Spaß gehabt, aber auch eine ganze Menge an Erfahrung hinzugewonnen, die ich nicht missen möchte. In dieser Zeit sind mir nicht nur meine Freunde dort sehr ans Herz gewachsen, sondern auch das Land Schweden und die Menschen dort. Was mich ganz besonders erstaunt hat, war die Freundlichkeit der Menschen. In jedem Geschäft, das man betreten hat und in jeden Bus, in den man eingestiegen ist, hat man ein freundliches Hej und zum Abschied ein noch freundlicheres Tack und Hej då zu hören bekommen. Als ich schließlich wieder in Deutschland war, musste ich mich erstmal wieder an die Griesgrämigkeit der Deutschen gewöhnen.Man hört oft von vielen Leuten, dass Schweden doch so teuer ist, die Dunkelheit im Winter depressiv macht und sowieso ist es dort oben im Norden viel zu kalt. Zugegeben, manche Dinge sind wirklich teurer als in Deutschland. Der Alkohol zum Beispiel, aber man kann doch auch ohne Alkohol Spaß haben;-) oder man lädt einfach ganz viele Freunde aus Deutschland ein, die einen dann versorgen. Dafür ist jedoch das Reisen sehr billig, so dass sich das wieder ausgleicht. Ja, und dunkel war es im Winter auch, aber wenn man dort als Erasmus-Student ist, dann ist all das noch so aufregend und neu, dass man sich gar nicht verkriechen kann und will. Außerdem ist dafür der Sommer umso heller – ein weiterer Ausgleich. Natürlich ist es im Winter auch sehr, sehr kalt, aber mal ehrlich, was ist besser: die nasse, ungemütliche Kälte in Deutschland oder die zwar etwas eisigere, aber dafür trockene Kälte in Schweden. Ich habe dort jedenfalls nie so gefroren wie ich es hier in Deutschland tue. Die Weihnachtszeit in Schweden war unvergesslich. Überall schöner Schmuck, leckerer Glögg und die heilige Santa Lucia, ein alter Brauch der Schweden, bei dem die Schweden von der Lussibrud , die eine Kerzenkrone, ein langes weißes Kleid und einen roten Gürtel trägt, geweckt werden. Auch das Weihnachtsfest an sich wird etwas anders gefeiert als man es in Deutschland gewohnt ist: Beim skandinavischen Julfest geht die Familie Heiligabend erst eine Runde in der Sauna schwitzen, bevor man um den Weihnachtsbaum tanzt. Im Haus werden die Fenster geöffnet, denn es könnte sein, dass Nachbarn ein Geschenkpäckchen hineinwerfen. Aber nicht nur Weihnachten ist in Schweden ein besonderes Fest, auch der Mittsommer wird ausgiebig gefeiert – die Schweden tun so, als wären sie ein Frosch, singen und tanzen um einen Baum herum. So etwas gibt es eben nur in Schweden. Betreut wurden wir in der Zeit von unserer Erasmus-Koordinatorin, die sich wirklich toll um uns gekümmert hat. Es wurden Partys, ein Kennenlern-Wochenende in der schwedischen Wildnis, Dinners und vieles mehr für uns organisiert. Die Universitäten in Schweden sind mit unseren nicht zu vergleichen. Man wird in kleinen Gruppen unterrichtet, die Bibliotheken enthalten Bücher, von denen wir nur träumen können und wenn dann doch mal ein Buch nicht da sein sollte, wird es eben schnell bei der Stockholmer Universität bestellt. Es gibt immer einen freien Computer und die Unis sind so schön, dass man sich dort einfach gerne aufhält und viele Studenten den ganzen Tag dort verbringen. Ich würde jede Möglichkeit ergreifen wieder nach Schweden zurückzugehen und auch nach einem Jahr habe ich immer noch Kontakt zu den vielen tollen Freunden, die dort gewonnen habe, so dass es sogar regelmäßige Schweden-Revival-Treffen gibt. Wenn sich also für euch die Gelegenheit ergeben würde ins Ausland zu gehen, dann macht es, denn es macht euch um so viel reicher. | |
| Zitate | Zitate bis Dezember 04 | |
| verantwortlich: | Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 10.12.2004 | |
| Beitrag: | "Markttheorie - ein dickes Wort für wenig Inhalt!"Prof. Dr. Aberle erzählt, dass die amerikanischen Fluggesellschaften die ältesten, lautesten und dreckigsten Maschinen fliegen. Prof. Dr. Aberle: „Dann kommt man in das Flugzeug, sieht die Flugbegleiter und denkt sich „Na, hier passt ja auch mal wieder alles zusammen!““ Prof. Dr. Aberle: „Wenn Sie wissen, was ich glaube, dass Sie wissen sollen, dann wissen Sie `ne ganze Menge!“ Prof. Dr. Aberle: „Drehen Sie doch mal die Heizung runter. Wo sind denn hier die Leute mit den Steuerungsaufgaben? Letzte Woche war es ja fast tropisch hier!“ Transportmanagement. Es geht um die Berliner Flughäfen Prof. Dr. Aberle: „Eine Katastrophe! Wenn Sie da hin wollen, müssen Sie bald mit dem Fallschirm abspringen“ Prof. Dr. Alexander in GKW-Breite Donnerstags um 8 Uhr: „ Das ist keine Frage da oben, oder? Wohl eher ein Ausdruck dafür, dass Sie gestern zu spät ins Bett gegangen sind!“ Prof. Dr. Aberle zum Thema Elite-Unis: „In den USA, diesem Riesenkontinent, gibt es 7-8 Elite-Unis. Der Rest ist abgewirtschaftet, das Niveau da ist Volkshochschule plus!“ Prof. Dr. Alexander: „Das sind alles Wiederholungen, auch wenn Sie es nicht mitbekommen!“ Prof. Dr. Esch fragt Student 1: „Welche Medien nutzen Sie denn?“ Student 1: „Fernsehen“ Prof. Dr. Esch: „Ja, das ist wieder typisch!“ wendet sich an Student 2: „Lesen Sie auch was?“ Student 2: „Ja!“ Prof. Dr. Esch: „Was denn zum Beispiel?“ Student 2: „ Die Fernsehzeitung!“ Prof. Dr. Glaum: „ Am Anfang sind die Wirtschaftsprüferhonorare so kalkuliert, dass sie nicht alle Kosten decken. Man nennt das „low balling“. Ich weiß nicht, ob man das so übersetzten kann… Also erstmal Ball flach halten!“ Wirtschaftsprüfung: Prof. Dr. Glaum gibt Literaturempfehlungen Student: „Wie heißt das Buch?“ Prof. Dr. Glaum (überlegt): „Es ist blau!“ Konzernrechnungslegung-Übung bei S. Vogel: S. Vogel: „Kann ich davon ausgehen, dass das zumindest Folien-mäßig an ihnen vorbeigelaufen ist?“ Prof. Dr. Prof. Glaum bespricht Studien: Prof. Dr. Glaum: „Sehen Sie, das ist der Gleiche [Autor]! Ball '68 – still alive – 2000!“ PD Dr. Stefan Reitz: "Dass George W. Bush in Haushaltsdefiziten schwelgt, hat möglicherweise nichts mit seinem ökonomischen Verständnis zu tun!" PD Dr. Stefan Reitz uum Thema Ölpreisschocks: "Irgendjemand im Nahen Osten kriegt die Krise!" PD Dr. Stefan Reitz am Ende einer Vorlesung: "Doch heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder - keine Frage!" PD Dr. Stefan Reitz legt eine Folie auf: "Ist wie bei Biolek: Ich hab' da schonmal was vorbereitet..." PD Dr. Stefan Reitz: "Markttheorie - ein dickes Wort für wenig Inhalt!" Übung EVWL: Verspäteter Student steckt den Kopf durch die Tür Dr. Eisenkopf: "Kommen Sie rein, dann können Sie rausgucken!" | |
| Beitrag | Studiendekan Prof. Esch stellt sich vor | |
| Verantwortlich: | Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 20.11.2004 | |
| Beitrag: | Die Arbeit des Studiendekans Für mich war es im Jahre 2001 eine große Freude, das neu geschaffene Amt des Studiendekans zu übernehmen. Schon vor meiner Ernennung zum Studiendekan, quasi mit dem Beginn meiner Lehrtätigkeit in Gießen im Jahre 1996, stand ich den Studierenden für Studienberatungen zur Verfügung. Durch den Übergang von der Beratung zum Studiendekan sind allerdings eine Reihe von interessanten Aufgaben hinzugekommen, die ich mit Freude wahrnehme. Besonders reizvoll macht diese Aufgabe insbesondere der Kontakt mit den Studierenden und die Herausforderung, den Studenten bei Schwierigkeiten hilfreich zur Seite zu stehen. Als Studiendekan bin ich Ansprechpartner der Studierenden in allen Bereichen ihres wirtschaftswissenschaftlichen Studiums aber auch darüber hinaus. Der Studiendekan sowie die zugehörige Studienfachbetreuung stehen somit in allen Fragen rund um Studienaufbau und Studienplanung zur Verfügung. Typische Fragestellungen sind z.B.: „Wie muss ich mein Hauptstudium planen?“, „Was steht hinter den Studienschwerpunkten?“, „Was passiert in den sonstigen Wahlfächern?“ oder „Wie laufen eigentlich Seminare oder Diplomarbeiten ab?“. Der Studiendekan ist aber auch dann zu Rate zu ziehen, wenn persönliche Probleme des Studierenden Auswirkungen auf sein Studium haben. Solche Probleme können z.B. aus Ärger mit der Familie oder dem Partner resultieren, bei der Wohnungssuche auftreten, oder sich in einer Sinnkrise manifestieren, ob das Studium der Wirtschaftswissenschaften überhaupt die richtige Wahl war. Dazu steht eine Sprechstunde sowohl des Studiendekans, als auch der Studienfachberatung zur Verfügung. Der Studiendekan ist dadurch das institutionalisierte offene Ohr auf Seiten der Professoren. Insbesondere hier kann und wird das Feedback der Studenten zum Studium aufgenommen, erfasst und - soweit möglich - entsprechend umgesetzt. Der Studiendekan ist folglich auch optimaler Ansprechpartner, wenn es um Verbesserungsvorschläge und -wünsche von Studenten geht. Neben meiner eben beschriebenen überwiegend zuhörenden Funktion, nehme ich natürlich auch eine informatorische Aufgabe wahr. Regelmäßig zu Beginn des Wintersemesters durchgeführte Einführungsveranstaltungen in Grund- und Hauptstudium gehören ebenso zu dem Informationsangebot, wie die Koordination der Hochschulinformationstage bei den Wirtschaftswissenschaften, die Erstellung und Überarbeitung der Imagebroschüre des Fachbereichs und die regelmäßigen Überarbeitungen des Studienführers. Zu meinen beratenden Aufgaben zählt auch die Betreuung von Studenten bei Auslandssemestern und Auslandspraktika. Hier bin ich beispielsweise zuständig für die Erstellung der erforderlichen Empfehlungsschreiben. Zudem hilft der Studiendekan bei der Anerkennung von ausländischen Prüfungsleistungen. Zu den bisherigen Angeboten kam in diesem Jahr die Veranstaltung „Lernen lernen“ hinzu, welche den Studenten adäquate Lerntechniken näher bringen und einen kleinen Einblick in die Arbeit des menschlichen Gehirns liefern sollte. Des Weiteren ist für die nähere Zukunft eine Veranstaltung zu Präsentationstechniken geplant, um den Studierenden, bei dieser im Studium und Berufsleben doch häufig wiederkehrenden Aufgabe, hilfreiche Tipps zur Verbesserung Ihrer Fähigkeiten zu liefern. Darüber hinaus findet in regelmäßigen Abständen im Sommersemester eine Diskussionsrunde zwischen Professoren und den Studierenden statt, die den Meinungsaustausch weiter fördert. Neben dem Beratungsangebot des Studiendekans existieren weitere Beratungs- und Informationsangebote anderer universitärer Einrichtungen die mit ihrer jeweiligen Ausrichtung das Beratungsangebot komplettieren. Besonders hervorzuheben sind das Prüfungsamt, die allgemeine Studienberatung, die Nebenfachberatung, das akademische Auslandsamt, die Fachschaft sowie das Studentensekretariat. Das Prüfungsamt ist der geeignete Ansprechpartner für alle prüfungsrechtliche Fragen. Das akademische Auslandsamt ist insbesondere Anlaufstelle für Studenten fremder Nationen, die sich für ein Studium an der JLU Gießen interessieren. Die Nebenfachberatung dient als helfende Hand allen Studenten anderer Fachbereiche, die sich für ein wirtschaftswissenschaftliches Nebenfach (BWL oder VWL) entscheiden. Nicht zu vergessen ist natürlich die Fachschaft, die als Gruppe Studierender ihren Kommilitonen sehr hilfreich aus der Studentenperspektive beiseite stehen kann. Zum Abschluss sei noch die allgemeine Studienberatung erwähnt, die insbesondere bei Fragen zu anderen Studiengängen ein idealer Ansprechpartner ist sowie das Studentensekretariat, welches insbesondere für Fragen zuständig ist, die Einschreibung, Exmatrikulation, Doppelstudium und Studienfach- oder -ortswechsel betreffen. Die Erfahrung lehrt, dass Studierende in Beratungsgesprächen manchmal nur kleine Anstöße benötigen, um sich besser über ihre Ziele, ihren Studienaufbau und die Ausrichtung des Studiums, die Planung ihrer Praktika und anderer zusätzlicher Leistungen im Klaren zu werden. Dies sollte man nutzen, um effektiver und effizienter durchs Studium zu kommen. Vor allem sollte man jedoch die grundlegenden Einführungsveranstaltungen in das Grund- und Hauptstudium besuchen. Das hilft. Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch | |
| Beitrag | Von der "Relevanz der Irrelevanz" | |
| Autor: | Prof. Dr. Wolfgang Bessler | |
| Erstellt: | 20.11.2004 | |
| Beitrag: | Die Frage nach der praktischen Relevanz oder Irrelevanz von Theorien stellt sich jeder Studierende sicherlich nicht nur einmal während seines Studiums. Dabei ist offensichtlich, dass einige Disziplinen grundsätzlich theoretischer ausgeprägt sind als andere. Manchmal ist die Theorie auf den ersten Blick auch nicht eindeutig zu erkennen, manchmal auch nicht vorhanden. Vielfach scheint es aber auch nur Theorien zu geben. Finanzmanagement ist nun genau zwischen Theorie und Praxis anzusiedeln. Dabei ist Finance immer wieder Anwendung von Theorie, oder genauer gesagt: In der Finanzierung stellen die Theorien von gestern die gute aktuelle Praxis dar, und die Theorien von heute deuten auf die Praxis von morgen hin. Daher müssen sich die Lehrinhalte an Universitäten auch an dem orientieren, was zumindest für die nächsten 10 Jahre relevant ist, um das Studium als sinnvolle Investition zu rechtfertigen und den Absolventen die Voraussetzungen für einen beruflichen Erfolg zu schaffen. Daher mag vieles auf den ersten Blick als irrelevant erscheinen, was aber für die Zukunft eine große Relevanz besitzt. So hatten beispielsweise Fisher Black & Myron Scholes große Probleme, ihr heute legendäres und für die Praxis bedeutsames „Option Pricing Model“ Anfang der siebziger Jahre in einer führenden wissenschaftlichen Zeitschrift zu veröffentlichen. Aber erst die Möglichkeit, Optionspreise relativ genau berechnen zu können, hat zu dem exponentiellen Wachstum an den Terminmärkten geführt. Merton Miller hatte den Wert erkannt und dann entscheidend dazu beigetragen, dass das Modell 1973 veröffentlicht wurde. Merton Miller hatte mit Franco Modigliani (M&M) aber bereits 1958 und 1961 zwei Artikel veröffentlicht, die für die neuere Finanzierungstheorie revolutionierende Ideen enthielten: Die Irrelevanz der Kapitalstruktur und die Irrelevanz der Dividendenpolitik. Ein Blick in die Praxis offenbarte sofort, dass Unternehmen unterschiedliche Kapitalstrukturen und Dividendenpolitiken aufweisen, also von Irrelevanz eigentlich nicht die Rede sein kann. Die Theorien von M&M, die für den unwissenden Betrachter auf den ersten Blick als fast absurd erscheinen, bilden heute die Grundlage der modernen Finanzierungstheorie. Denn nicht das Ergebnis, sondern der Weg zum Ergebnis ist das Entscheidende. Also nicht die Irrelevanz sondern das Ableiten der Irrelevanz durch Arbitrageüberlegungen ist der eigentliche Beitrag von M&M. Diese Irrelevanz besitzt somit eine sehr hohe Relevanz für Theorie und Praxis. Dabei sind die grundsätzlichen Überlegungen relativ einfach, und man könnte zunächst kaum vermuten, dass M&M dafür den Nobelpreis erhalten haben. Nachfolgend sind die Überlegungen zunächst vereinfacht dargestellt, um anschließend auf die Arbitrage als entscheidendes Argument der Überlegungen näher einzugehen. Die Überlegungen von M&M lassen sich sehr vereinfachend durch ein kleines Beispiel veranschaulichen: In wie viele Stücke sollte eine Torte aufgeteilt werden und wie groß sollten die einzelnen Stücke sein, wenn man den Verkaufserlös maximieren will? Falls die Erlöse aus dem Verkauf der einzelnen Stücke einen höheren Betrag ergeben als der Verkauf der Torte als Gesamtheit, dann könnte man als geschäftstüchtiger Studierender daraus relativ einfach einen Gewinn erzielen, um damit sein Studium zu finanzieren. Gerade wenn man dies unendlich oft wiederholen könnte, dann hätten auch die Erben bereits heute ausgesorgt. Auch im umgekehrten Fall, nämlich dann, wenn die Einzelstücke billiger sind als die gesamte Torte, ließe sich durch Zusammenfügen der einzelnen Stücke eine Torte herstellen, mit der man einen höheren Preis erzielen könnte. Ein rational handelnder Ökonom würde vermuten, dass der Preisunterschied zwischen gesamter Torte und Summe der Einzelstücke höchstens die Transaktionskosten betragen dürfte, die in diesem Fall aber wohl zu vernachlässigen wären. Dieses simple Tortenbeispiel scheint für Volks- und Betriebswirte anfänglich aber nicht immer so einleuchtend zu sein. Denn die Erkenntnisse von M&M zur Irrelevanz der Kapitalstruktur und Dividendenpolitik werden oftmals als schwierig empfunden, obwohl die Analogie mit dem oben gesagten doch offensichtlich ist. Denn die grundlegende Überlegung ist folgende: Jeder Anleger kann die von den Unternehmen vorgegebene Kapitalstruktur oder Dividendenpolitik entweder durch Aufteilung oder Zusammenlegung der Zahlungsströme so umstrukturieren, dass sie den eigenen Vorstellungen entspricht. Dies bedeutet, dass auch jeder Investor die von Unternehmen vorgegebene Finanzierungsstruktur in seinem eigenen Portfolio so umformen kann, dass sie seinen eigenen Präferenzen entspricht (also ein großes Stück Torte oder drei kleine Stücke oder vice versa). Diese hausgemachte („homemade“) Struktur würde man aus der Grundstruktur erzeugen, die man am günstigsten erwerben kann. Bei Wettbewerb müssen die Grundstrukturen alle einen einheitlichen Preis haben, weil sich sonst profitable Arbitragemöglichkeiten ergeben: also kein Geldeinsatz, kein Risiko, aber ein positiver Cashflow. Im Gleichgewicht ist somit zum einen die Kapitalstruktur, d.h. die Aufteilung von Eigen- und Fremdkapital irrelevant, und zum anderen die Ausschüttung (Dividende) oder Thesaurierung von Gewinnen. Die nachfolgenden Beispiele sollen diese Zusammenhänge nochmals verdeutlichen. Beispiel 1: Am Markt existiert eine Aktie X, die heute zu €100 gehandelt wird. Die Prognose des Aktienkurses für das Ende der nächsten Periode ist entweder €80 oder €120 mit einer Wahrscheinlichkeit von jeweils 50%. Damit beträgt der mögliche Gewinn oder Verlust jeweils €20. Das Unternehmen hat sich mit 50% Eigenkapital und 50% Fremdkapital finanziert. Es bietet somit dem Spekulanten S zu wenig Risikopotential oder Leverage und dem Angsthasen A zu viel Risiko. Beide Anleger möchten €200 investieren. Es stellt sich nun die Frage, ob beide Anleger im Sinne einer selber vorgenommen Umstrukturierung ihre gewünschte Risikoposition erzeugen können oder ob sie sich dazu eine andere Aktie suchen müssen. S möchte sein Risiko verdoppeln und A es halbieren. Die durch den Anleger vorgenommene Anpassung ist in Tabelle 1 dargestellt und kann in folgender Weise erfolgen: S nimmt einen Kredit in Höhe von €200 auf und investiert nun €400 in die Aktie X, d.h. er kauft 4 Aktien. A legt dagegen €100 auf das Sparbuch und €100 in Aktie X an. Beide haben netto jeweils €200 investiert. Ohne Berücksichtigung von Kreditkosten erzielt S nun einen Gewinn oder Verlust in Höhe von €80. Wenn man die Verzinsung des Sparbuchs vernachlässigt, hat A einen Gewinn oder Verlust von €20. Es ist also festzuhalten, dass sich aus einer Grundposition sehr viele verschiedene Risiko-Rendite Profile erzeugen lassen. Damit ist es eigentlich irrelevant, wie die Finanzierungsstruktur von Unternehmen aussieht, weil der Anleger durch selbsterzeugte Umstrukturierung sein eigenes Optimum erzeugen kann. Der beschriebene Leverage-Effekt muss also keineswegs vom Unternehmen erzeugt werden, sondern kann vom Anleger nach seinen Präferenzen beliebig ausgestaltet werden. Falls die Marktpreise diese Überlegungen nicht vollständig widerspiegeln, dann kann man in folgender Weise einen Arbitragegewinn erzielen: Beispiel 2 Es existiert nun eine zweite Aktie Y, die derzeit zu €110 gehandelt wird und die folgende Werte am Ende der Periode mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% annehmen kann. Im Aufschwung ist der Kurs €140 und im Abschwung €60. Es sei nun angenommen, dass die Aktie Y sich von der Aktie X nur in der Kapitalstruktur unterscheidet, aber operativ die gleichen Cashflows (vor Zinsen) erwirtschaftet. Hier ergeben sich nun Arbitragemöglichkeiten, indem man zwei Anteile der Aktie X für €200 erwirbt, €90 davon als Kredit aufnimmt und eine Aktie Y zu €110 leerverkauft. Wie Tabelle 2 zeigt, ergibt sich nun eine risikolose Position. In beiden Umweltzuständen sind die Ein- und Auszahlungen identisch und ergeben einen risikolosen Gewinn von €10. Diese einfachen Beispiele zeigen, dass identische Unternehmen, die sich nur in der Kapitalstruktur unterscheiden, in einer idealen Welt den gleichen Marktwert besitzen müssen, da Arbitrage mögliche Bewertungsdifferenzen unmittelbar eliminiert. Im Ergebnis führt diese Argumentation zur M&M These 1 von der Irrelevanz der Kapitalstruktur: Finanzierungsentscheidungen des Finanzmanagements sind ohne Einfluss auf den Marktwert des Unternehmens. Identische Marktwerte verschuldeter und unverschuldeter Unternehmen implizieren, dass sich zudem die Gesamtkapitalkosten (WACC) des Unternehmens durch Finanzierungsentscheidungen nicht ändern. Da die Zinsen annahmegemäß konstant und geringer als die EK-Kosten sind, ergibt sich für die EK-Kosten die These 2: Die von den Anteilseignern verschuldeter Unternehmen erwartete Rendite steigt linear mit dem Verschuldungsgrad. Dies impliziert, dass Eigenkapitalgeber bei verschuldeten Unternehmen für ihr höheres Risiko eine höhere Rendite verlangen. Auch das ist heute „common sense“. Wenn ein Unternehmen nun den eigenen Marktwert erhöhen möchte, ist dies in der Welt von M&M nicht durch Veränderung der Kapitalstruktur möglich, sondern lediglich durch Maßnahmen im leistungswirtschaftlichen Bereich, also durch Investitionen in Projekte mit positivem Nettobarwert. Diese Überlegung lässt sich in These 3 zusammenfassen: Manager können Investitionsentscheidungen mittels der Kapitalwertmethode treffen. Der Ansatz von M&M ist theoretisch wichtig, da die Thesen die Grundlage der Arbitrageüberlegungen verdeutlichen, die die Basis der modernen Finanzierungstheorie bilden. Diese grundsätzlichen Überlegungen gelten auch für die Dividendenpolitik eines Unternehmens. Für den Anleger ist es in der Modellwelt von M&M völlig irrelevant, ob ein Unternehmen die Gewinne vollständig thesauriert oder in Form von Dividenden ausschüttet, weil er wiederum durch hausgemachte Transaktionen seine gewünschte Position erzeugen kann. Wir betrachten nachfolgend die beiden extremen Fälle. Irrelevanz Dividendenpolitik Thesauriert das Unternehmen T den gesamten Gewinn und möchte der Anleger aber die vollständige Auszahlung, dann kann er sich seine eigene Dividende dadurch kreieren, indem er einen Teil der Aktien verkauft. Zahlt dagegen das Unternehmen D den gesamten Gewinn als Dividende aus und möchte der Anleger aber keine Dividende haben, dann kann er die Dividende wieder in die Aktie investieren. Seine Vermögensposition ist dann so, als ob das Unternehmen keine Dividende gezahlt hätte. Sind die beiden Unternehmen T und D nun vollständig identisch im operativen Bereich und unterscheiden sie sich nur hinsichtlich der Dividendenpolitik, dann darf sich in der Welt von M&M die Wertentwicklung bei Anlage in Unternehmen D oder T nicht unterscheiden. Ansonsten ergeben sich wiederum Arbitragemöglichkeiten. Das Verstehen dieser Zusammenhänge hat für den guten Finanzmanager besondere praktische Relevanz. Die Theorien sind durch die Einführung realitätsnäherer Annahmen, vor allem Marktimperfektionen, sukzessive weiterentwickelt worden. Dazu zählt die Existenz von Steuern, Transaktionskosten, Informationsasymmetrien und Agency Problemen. Diese Modifikationen führen nun zu einer Bewertungsrelevanz von Finanzierungsentscheidungen. In der Praxis haben deshalb Finanzierungsentscheidungen sehr wohl einen Einfluss auf den Marktwert des Unternehmens. Diese zeigen sich sehr eindrucksvoll in sogenannten Ereignisstudien, in denen Aktienkursreaktionen von börsennotierten Unternehmen untersucht werden. Da bei Finanzierungsmaßnahmen i.d.R. kurz- und langfristig signifikante Aktienkursreaktionen zu beobachten sind, enthalten Finanzierungsmaßnahmen Informationen oder Signale, die der Kapitalmarkt unmittelbar in die Bewertung von Unternehmen einbezieht. Beispiele hierfür sind Kursgewinne bei Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufen sowie Kursverluste bei Dividendensenkungen und Kapitalerhöhungen. Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Ideen zur Ableitung der Irrelevanz der Kapitalstruktur und der Dividendenpolitik das methodische Fundament der modernen Finanzierungstheorie bilden. Auf dieser Grundlage aufbauend haben die neueren Erweiterungen von M&M und die empirischen Studien dazu geführt, dass Finanzierungsentscheidungen grundsätzlich bewertungsrelevant sind und damit eine besondere Relevanz für das Finanzmanagement besitzen. Da man aber die Ableitung der Irrelevanz zunächst verstehen muss, um die Bedeutung der Relevanz vollständig erkennen zu können, kommt den Irrelevanztheoremen eine besonders hohe Relevanz in der modernen Finanzierungstheorie zu. Zu Ihrem nächsten Geburtstag könnten Sie sich also überlegen, in wie viele Stücke Sie die Torte aufteilen sollten, um eine optimale, alle Interessen berücksichtigende Aufteilung zu gewährleisten. Möglicherweise sind Ihre Überlegungen völlig irrelevant, nämlich dann, wenn Ihre Gäste nach Ihren eigenen Präferenzen handeln und dann einige entweder zwei Stücke und andere nur ein halbes Stück Torte essen. Prof. Dr. Wolfgang Bessler | |
| Kolumne | Mind the muddle | |
| Autor: | Thomas Wagner | |
| Erstellt: | 20.11.2004 | |
| Beitrag: | English goes global – Mind the muddle! Wherever you spent your last holidays, there is a good chance that being able to speak English made your life a lot easier. After all, at a time when the French quite naturally enjoy le week-end, Germans stay at Wellness-Hotels, Greeks play the lottery to win the τζακ-ποτ (jackpot) and Hungarian beauty parlours are called szexėpil (sex appeal), practically anyone can be expected to understand English, can’t they?Well, yes, but the global reach of English also creates new difficulties. Take, for instance, the German Wellness-Hotel, whose meaning escapes other speakers of English unless you correctly translate it as a health spa. And this is not an isolated example: Dressman (a male model), Smoking (a tuxedo or dinner jacket), Handy (cellular or mobile phone), Talkmaster (talk show host) and Oldtimer (antique or vintage car) are other pseudo-English words you should avoid. Another common pitfall is to think that English is basically like your native language when it really isn’t. Opening a telephone conversation by saying “Mr Wagner, you must help me. I go to Britain tomorrow and I want to know...” is guaranteed to make you come across as a Teutonic brute who is distant, impolite and stubborn. By contrast, “Hi Thomas, how are you? Do you have a minute? You know, I’m going to Britain tomorrow and I was just wondering if you knew...” is no less professional. Just friendly, polite and natural! Finally, don’t assume that English is completely unlike German because much of what your English-speaking friends say is so colloquial and slangy. “What’s up? We got a problem ’cause this project ain’t goin’ nowhere” is definitely a non-starter if used in a professional meeting. The bottom line, then, is simply this: never take the English language for granted. The more it used globally, the harder it becomes not to muddle up your words. | |
| Beitrag | Wissen ist Macht... Lerntipps! | |
| Autor: | Christina Zecher | |
| Erstellt: | 20.11.2004 | |
| Beitrag: | Wissen ist Macht...... und nichts wissen macht auch nichts? Wohl kaum! Denn bald steht sie bei den Wiwis wieder an – die Prüfungszeit. In 60 bis 120 Minuten gilt es dann, das Wissen aus Vorlesungen und Übungen darzulegen und anzuwenden. Die zwei-wöchentliche Prozedur am Ende eines jeden Semesters bedeutet jedoch für viele Studenten und Studentinnen Stress pur und nur wenige bleiben von Prüfungsängsten verschont. WiWi-News gibt Tipps zum Bewältigen von Prüfungsangst. Das A und O des erfolgreichen Bestehens einer Prüfung ist natürlich die sorgfältige und gründliche Klausurvorbereitung. Egal, wie ihr euch vorbereitet – in einer Lerngruppe, mit Karteikarten oder aus Büchern – den Stoff müsst ihr beherrschen. Schließlich sind nur dann Prüfungsängste ungerechtfertigt und die nachfolgenden Tipps wirklich anwendbar. Was tun... ... am Tag vorher? Auf keinen Fall sollte bis zur letzten Minute gelernt werden. Was ihr bis dahin nicht könnt, bekommt ihr dann auch nicht mehr in euer Gedächtnis. Wer schon jetzt ein nervöses Kribbeln spürt und aus Erfahrung weiß, dass er nachts keinen Schlaf finden wird, sollte erst recht versuchen, die Unterlagen beiseite zu legen und sich zu entspannen. Geht Schwimmen, Spazieren oder spannt euch bei einem Gläschen Rotwein auf der Couch aus. Versucht vor dem Einschlafen nicht an den kommenden Tag zu denken oder daran, was ihr noch alles erledigen müsst. Notiert euch die Dinge, die anstehen und denkt an etwas Schönes. ... am Tag der Klausur? Lasst euch Zeit und hetzt euch nicht. Frühstückt gut und nehmt euch etwas zu essen und zu trinken für die Klausur mit. Am besten natürlich Obst und Tee, Fruchtsäfte oder Mineralwasser, aber auch Traubenzucker ist hilfreich. Auf gar keinen Fall solltet ihr Beruhigungsmittel nehmen. Sie haben meistens eine ermüdende Wirkung und schaden deshalb eurer Konzentrationsfähigkeit. Versucht euch nicht von der allgemeinen Nervosität anstecken zu lassen und noch offene Fragen lautstark zu klären. Schließlich solltet auch ihr bemüht sein, eure Kommilitonen nicht unnötig aufzuregen. ... unmittelbar vor der Klausur? Seid selbstbewusst und freut euch! Immerhin trennen euch noch allerhöchstens 120 Minuten davon, euch den wirklich angenehmen Dingen des Lebens zu widmen. Zugegeben, das klingt grotesk. Aber wer sich gut vorbereitet hat und sich dennoch ein totales Versagen einredet, kann sich ebenso einbilden, eine Klausur sei ein schönes Erlebnis. Versucht es! Sagt euch wiederholt, dass ihr den Stoff beherrscht und die Aufgaben rechnen könnt. Diese Methode kommt aus den USA und hat sich sehr bewährt. Wenn die Klausur dann ausgeteilt wurde, solltet ihr sie zunächst auf Vollständigkeit prüfen. Am besten ist es, mit der Aufgabe zu beginnen, die euch am leichtesten erscheint und das aus eurer Sicht Schwierigste zum Schluss lösen. Manche macht der Anblick des vollen Aufgabenblattes fertig. Am besten ist es, die anderen Aufgaben, die gerade nicht bearbeitet werden, zuzudecken. Bearbeitete Aufgaben einfach abhaken – das stärkt das Selbstbewusstsein und ihr könnt außerdem keine Aufgabe übersehen. ... während der Klausur? Solltet ihr bei einer Aufgabe nicht weiterkommen, lieber die nächste beginnen. Achtet auf die Punkte, die es pro Aufgabe gibt, denn sie entsprechen meistens der Zeit in Minuten, die ihr brauchen für diese Aufgabe brauchen solltet. Die Zeit, in der ihr an dem einen Problem herumgrübelt, fehlt euch sonst womöglich für eine andere Aufgabe, die ihr leichter lösen könntet. Falls ihr die Aufgabenstellung nicht versteht, solltet ihr zunächst die Aufsichtsperson oder besser noch den Prüfer fragen. Oft ist es hilfreich, eine andere Formulierung für die gleiche Fragestellung zu hören, die euch dann auf den richtigen Weg bringt. Falls euch die Aufsichtsperson nicht weiterhelfen kann, seid ehrlich und schreibt hin, dass ihr die Frage nicht versteht und notiert, was euch zu dem Thema einfällt und zumindest richtig sein könnte. Auch bei Rechenaufgaben, bei denen ihr euch verzettelt habt, könnt ihr den Lösungsweg immer noch verbal erklären. Denkt immer daran, der Prüfer will sehen, dass ihr das Problem verstanden habt, damit er euch wenigstens Teilpunkte geben kann. Alles ist besser, als ein weißes Blatt abzugeben! ... bei einem Blackout in der Prüfung? Unter einem Blackout versteht man die Befürchtung, dass plötzlich „alles Erlernte weg ist“ verbunden mit Gefühlen der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Die Angst richtet sich darauf, dass nun „alles aus ist“. Physiologisch betrachtet kommt es tatsächlich zu einer funktionellen Störung des Gedächtnisses. Der Zugang zu den angezielten Schubladen ist blockiert, lässt sich aber wiederfinden. Legt die Klausur kurz beiseite und beruhigt euch. Augen schließen, tief durchatmen und einen Schluck Wasser trinken. Dann die Aufgabenstellung noch einmal in aller Ruhe durchlesen und ihr werdet sehen, dass ihr euch Schritt für Schritt wieder erinnert. Übt Atem- und Entspannungstechniken schon während der Klausurvorbereitung. Ein Blackout kann jedem passieren und endet nicht unbedingt in einer Katastrophe. Wichtig ist, dass ihr euch der Angst stellt und euch nicht tiefer in sie hineinsteigert. Die WiWi-News-Redaktion wünscht euch viel Erfolg bei euren Klausuren! (CZ) | |
| Beitrag | Warum Giessen? | |
| Autor: | Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 20.11.2004 | |
| Beitrag: | Wenn die Entscheidung für ein wirtschaftswissenschaftliches Studium erst mal gefallen ist, steht man vor der Qual der Wahl, wenn es um den Studienort geht. Aus einer endlos erscheinenden Liste der verschiedenen Angebote gilt es das Passende herauszusuchen. Unter www.studienwahl.de findet man bei der Suche nach wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen nicht weniger als 134 Angebote. Darunter sind sowohl öffentliche als auch private Universitäten sowie Angebote von Fern-unis oder der Bundeswehr. Es gibt wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge in Städten wie München oder Hamburg, die weit mehr zu bieten haben als eine Hochschule. „Wieso ausgerechnet Giessen?“, diese Frage hat sich, vielleicht in einem etwas anderen Zusammenhang, auch schon das ein oder andere sogenannte „ZVS-Opfer“ gestellt. Es gibt aber auch Leute wie Julia, die freiwillig die Traumstadt Hamburg verlassen, um an der Lahn weiter zu studieren. Nach vier Semestern und Vordiplom an der Uni Hamburg will Julia ihr Hauptstudium jetzt in Giessen beginnen. Die Entscheidung für dieses „Kontrastprogramm“ hat mehrere Gründe: Julias Entscheidung fiel nach den Kriterien Credit-Point-System, Tiefenfächer, Anzahl der Studenten und Lage bzw. Größe der Stadt. Mit Hilfe des Buches „Wirtschaft studieren“ aus dem Staufenbiel Verlag wurde Julia auf Giessen aufmerksam. Auch wenn es viele nach dem ersten (optischen) Eindruck nicht glauben, hat die Stadt Giessen an sich auch einige nicht zu verachtende Vorteile. Zunächst einmal ist Giessen geprägt durch die Universität und die Fachhochschule. Zu den Vorteilen von Giessen befragt, unterstreicht Dekan Prof. Dr. Morlock die Bedeutung der Studenten in der Stadt, denn insgesamt haben die Studenten in Giessen einen Anteil von mehr als 30% der Bevölkerung. Damit liegt Giessen unter allen Hochschulstandorten an der Spitze. Natürlich kommt in diesem Umfeld auch die Freizeitgestaltung aufgrund des großen Angebots an Kneipen und den fast wöchentlich stattfindenden Uni-Partys nicht zu kurz! Auf dieses typische „Studentenleben“ in einer von Studis geprägten Kleinstadt freut sich auch das „Hamburger Großstadtkind“ Julia besonders. Im Vergleich zu anderen Städten ist die Wohnsituation in Giessen noch vergleichsweise günstig, so Prof. Dr. Aberle . Zudem bietet Giessen gute und überschaubare Einkaufsmöglichkeiten, meint Prof. Dr. Morlock. Er weist außerdem darauf hin, dass die Großstadt Frankfurt in unmittelbarer Nähe liegt und zudem schnell und bequem per Semesterticket zu erreichen ist. Wer ein wenig Großstadtflair schnuppern möchte oder auf der Suche nach Praktika oder qualifizierten Tätigkeiten neben dem Studium ist, dem bietet Frankfurt gute Möglichkeiten. Nicht nur in der Bankenbranche kann man in Frankfurt interessante nationale und internationale Arbeitgeber kennen lernen. Die fachbereichsspezifischen Vorteile liegen zunächst in dem Studium an einem überschaubaren Fachbereich mit direktem Kontakt zu Professoren und Mitarbeitern meint Prof. Dr. Alexander. Die Anzahl der Studenten war auch für Julia ein entscheidendes Kriterium. Julia erzählt, dass in Hamburg auch im Hauptstudium die Vorlesungen auf eine bestimmte Anzahl Studenten begrenzt werden um Veranstaltungen mit zu vielen Leuten zu vermeiden. Für Seminare gibt es lange Wartelisten und jemand, der sich im Hauptstudium erst noch etwas orientieren muss, hat fast keine Chancen noch irgendwo einen Platz zu ergattern Ein weiterer Pluspunkt, den es zu erwähnen gilt, ist das Credit-Point-System. Die nun seit vier Jahren hier in Giessen gültige Prüfungsordnung bietet durch ein modularisiertes Grund- und Hauptstudium einige Vorteile. Prof. Dr. Alexander sieht dabei zwei entscheidende Vorzüge. Zum einen geschieht der Aufbau des Studiums nach einer klaren Gliederung. Nach den für alle notwendigen und obligatorischen Grundstudiumsveranstaltungen wird bei der Wahl der Fächer im Hauptstudium eine große Flexibilität möglich. Zum anderen werden die Studenten zum studienbegleitenden Arbeiten angehalten und Punktprüfungen mit vielen Leistungsnachweisen zur gleichen Zeit entfallen. Prof. Dr. Esch beurteilt das Credit-Point-System durch sein hohes Maß an Wahlfreiheit und dem breiten Angebot ebenfalls positiv, da den Studenten so eine individuelle Schwerpunktbildung ermöglicht wird. Gut sind auch die sinnvollen Verknüpfungsmöglichkeiten der BWL mit anderen Bereichen wie zum Beispiel Psychologie, Pädagogik oder Recht. Das Credit-Point-System ermöglicht eine größere Flexibilität bei der Anerkennung der erbrachten Studienleistungen als dies in anderen Systemen der Fall ist. Prof. Dr. Morlock unterstreicht in diesem Zusammenhang besonders die guten Importmöglichkeiten der im Ausland erbrachten Studienleistungen und die damit verbundene Attraktivitätssteigerung von Auslandsaufenthalten. Der Übergang zum Credit-Point-System war daher eine besonders wichtige Modernisierung. Die vielen interessanten Angebote von Auslandstudiengängen an unserem Fachbereich, die sowohl Austauschprogramme innerhalb Europas als auch in die USA bieten, lassen sich so viel besser nutzen. Positiv an der Lehre des Fachbereichs Wirtschaft findet Dekan Prof. Dr. Morlock, dass das Konzept der breiten Ausbildung mit einer guten Mischung aus BWL und VWL sich prinzipiell bestätigt hat. Dies sieht er durch die starke Nachfrage nach den Giessener Absolventen am Arbeitsmarkt auch in der derzeit schwierigen Lage bestätigt. Natürlich ist es in einem wirtschaftswissenschaftlichem Studium besonders wichtig, den Kontakt zur Praxis herzustellen. Dies ist in Giessen der Fall. Durch Vorträge von Führungskräften aus der Wirtschaft und durch interessante Fachexkursionen in den Vertiefungsfächern ist die Sicherung der Praxiskontakte gegeben, so Prof. Dr. Aberle. Auch Prof. Dr. Morlock sieht durch die Einbeziehung von hochkarätigen Praktikern und die praxisbezogene Ausbildung mit beispielsweise Planspielen und Exkursionen Vorteile für Giessener Studenten. Die Ausbildung mit den vielfältigen Kontakten zur Praxis und der Einbeziehung kompetenter Praktiker in vielen Fächern hat, so Prof. Dr. Alexander, zu einer großen Akzeptanz Giessener Absolventen in der Praxis geführt. Giessen bietet seinen Studenten zudem durch sinnvolle Kombinationen von Wahlfächern interessante Studienschwerpunkte, die eine hervorragende Zusatzqualifikation darstellen, meint Studiendekan Prof. Dr. Esch. Prof. Dr. Aberle weist darauf hin, dass in Giessen im Vergleich zum Durchschnitt der deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten relativ kurze Studienzeiten bis zum Examen bestehen. Ein weiterer Pluspunkt für Giessen ist die angenehme Campusatmosphäre am Fachbereich der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Nach ihrem ersten Besuch an unserem Campus war sie entzückt von den malerischen, individuell gestalteten Häusern, beschreibt Julia ihren ersten Eindruck. Auf dem parkähnlichen Campus sind die meisten Hörsäle und alle Professuren untergebracht, was kurze Wege garantiert. Die Campusatmosphäre ist für deutsche Universitäten eher ungewöhnlich und erleichtert das Studieren erheblich, beschreibt Prof. Dr. Alexander den Campus. Außer zu Stoßzeiten zu Beginn des Wintersemesters gibt es auch immer genug Parkplätze. Wer mit seinem Studium und dem Genießen des Freizeitangebotes in Giessen noch nicht ausreichend ausgelastet ist, hat noch viele gute Möglichkeiten sich durch Engagement in einer der vielen Initiativgruppen am Fachbereich sogenannte „soft skills“ anzueignen. Auch hier bietet Giessen durch eine Vielzahl von wirtschaftswissenschaftlich ausgerichteten Korporationen und Initiativen ein großes Angebot, so Prof. Dr. Aberle. Mit 10 studentischen Initiativen und der Fachschaft mit den Wiwi-News ist eigentlich für jeden etwas dabei. Als sich Julia im Fachschaftsforum über das Studium in Giessen erkundigte, war sie ganz angetan von den vielen positiven Reaktionen, die zeigten, dass sich die meisten Studenten in Giessen wirklich wohl fühlen. In Hamburg antworten die meisten Studis auf solche Fragen nicht so positiv, meint Julia. Dass Giessen dennoch Potential zu Verbesserungen hat, zeigen die zumindest im Hauptstudium oft einzigen Klausurtermine im ganzen Jahr. In Hamburg gibt es dagegen Klausurtermine am Ende des Semesters und am Ende der Semesterferien, erzählt Julia. Dennoch: Lehre – Praxis - Internationalität – außeruniversitäres Engagement. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Fachbereich Wirtschaft der JLU Giessen wirklich gute Studienbedingungen bietet und auf jeden Fall eine gute Studienwahl ist. Es kommt dann darauf an, was man selber daraus macht! | |
| Beitrag | Was macht die Fachschaft? | |
| Autor: | Kerstin Hartmann | |
| Erstellt: | 20.11.2004 | |
| Beitrag: | Es gibt zwei Fragen, mit denen man in seiner Karriere als Fachschaftler des Fachbereichs Wirtschaft immer wieder konfrontiert wird. Diese sollen an dieser Stelle endlich einmal umfassend beantwortet werden. Das ist einmal die Frage: „Fachschaft? Was macht ihr eigentlich?“, die dann die andere unvermeidliche Frage „Kriegt ihr da Geld für?“ nach sich zieht. Letztere lässt sich leicht mit einem klaren „NEIN!“ beantworten, während man zur Beantwortung der ersten Frage ein klein wenig weiter ausholen muss. Zu den Aufgaben der Fachschaft kann man sagen, dass wir mehrere „Strategische Geschäftsfelder“ bearbeiten. Dies wären zum Beispiel die Fete, die Bereitstellung der Klausuren, Besetzung der Ausschüsse bzw. Interessenvertretung, Beratung und so weiter... ein kleines bisschen Spass haben wir natürlich auch noch! Jedes Jahr, wenn euch die Simpsons von den Plakatwänden grüßen, ist es wieder so weit: The one and only original Wiwi-Winterfest steht vor der Tür. Die von uns organisierte Fete findet regelmäßig kurz vor den Weihnachtsferien im Foyer des Audimax statt. Neben diversen Ständen von Initiativgruppen des Fachbereichs und dem NiKAIlaus, der Geschenke an mehr oder weniger brave Studenten verteilt, hat unsere Party auch sonst so einiges zu bieten. Unvergessenes Highlight des letzten Party war der Glühweinstand von Prof. Dr. Morlock, Prof. Dr. Meckl und Prof. Dr. Schwickert. Das Einzigartige an der Wiwi-Party ist das „Feiern mit Zusatznutzen“, denn der Großteil des Gewinns geht als Bücherspende an das wirtschaftswissenschaftliche Seminar und kommt euch so wieder zu Gute. Das ist doch gleich ein Grund noch ein Bierchen mehr zu trinken, oder? Auf der Homepage der Fachschaft kommt ihr in den Genuß unseres digitalen Klausurservices. Dort sind alte Credit-Point-Klausuren zum Download bereitgestellt. Seit wir endgültig von den Kopiervorlagen auf die elektronische Form gewechselt sind, gibt es sämtliche Klausuren, die im Besitz der Fachschaft sind, auf CD-Rom zu kaufen. Die CDs könnt ihr im Cafe JuWi erwerben. Während unseren Öffnungszeiten helfen wir euch auch gerne weiter, wenn ihr Probleme und/oder Fragen rund um das Studium habt. Die vielleicht wichtigste Aufgabe der Fachschaft besteht in der studentischen Interessenvertretung gegenüber Professoren oder in verschieden Gremien. Da hier der, ohnehin low involvierte, Leser nicht mit Details über die verschiedenen Gremien gelangweilt werden soll, beschränken wir uns auf das Wesentliche. Grundsätzlich gibt es verschiedene Ausschüsse wie zum Beispiel den Prüfungs-, Studien- oder Haushaltsausschuss. In den meisten dieser Ausschüsse sitzt ein Fachschaftsmitglied. Daneben gibt es als wichtigstes Gremium den Fachbereichsrat (FBR), in dem drei studentische Vertreter sitzen. Diese werden jedes Wintersemester von uns Studenten gewählt. Die Fachschaft kandidiert hier mit der Liste „Pro Campus“. Der FBR trifft alle wichtigen Entscheidungen am Fachbereich und momentan ist die Fachschaft dort mit einem Sitz vertreten. Da wir in den Ausschüssen letztendlich euch alle vertreten, sind wir auf Feedback von euch angewiesen. Die Vertreter in den verschiedenen Gremien findet ihr auf dem Wiwi-Portal. Dort könnt ihr in der Regel Kontakt aufnehmen und konkrete Verschläge zu Verbesserungen, beispielsweise der Studienordnung,machen. Eine andere Möglichkeit, Anregungen los zu werden, bietet unser Forum auf der Fachschaftshomepage. In bester „Wünsch’ dir was...“-Tradition könnt ihr hier zu (fast) allen Themen eure Meinung veröffentlichen oder auf andere Diskussionsbeiträge antworten. Ein weiteres Projekt der Fachschaft seht ihr gerade vor euch: die Wiwi-News! Auch wenn sich so etwas ja fast von alleine schreibt und layoutet, können wir noch einige Schreiberlinge und Mitarbeiter gebrauchen! Auch sonst hat die Fachschaft noch so einiges zu bieten. Da wären zum einen die Betriebsbesichtigungen, die uns dieses Jahr zu Licher, Ferrero, Rhenus Logistics und Schenker geführt haben oder noch führen werden. Zum andern sind hier die inzwischen traditionell jedes Semester stattfindenden Fachschaftswochenenden oder die netten kleinen Weihnachtsfeiern im Fachschaftskeller zu nennen. Da es aber an und in der Fachschaft noch so viele kleine Nettigkeiten und Eigenheiten, wie etwa den Fachschaftskeller, in dem auf wundersame Weise Dinge verschwinden und dafür andere tolle Sachen wieder auftauchen, gibt, kommt ihr am Besten einfach mal bei einem unserer nächsten Treffen vorbei und lernt uns kennen! | |
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| Verantwortlich: Kerstin Hartmann Redaktion: Kerstin Hartmann Christina Zecher ************************************************************ Fachschaft 02 der Uni Gießen - Förderverein - e.V. Licher Str. 62 35392 Gießen Tel. 0641/ 99 - 22015 eMail: fachschaft@wirtschaft.uni-giessen.de ************************************************************ | ||