
Die Schunk Gruppe ist ein international tätiger Technologiekonzern.
Zum Andenken an den Gründer der Gießener Schunk-Gruppe hat die Ludwig-Schunk-Stiftung in 1986 einen mit 5.500 Euro dotierten Preis gestiftet, der in zweijährigem Turnus von der Justus-Liebig-Universität Gießen an herausragende in- oder ausländische Nachwuchswissenschaftler für Arbeiten im Themenbereich Unternehmensverfassung und -führung verliehen wird.
Ludwig Schunk gründet zusammen mit dem Techniker Karl Ebe die Kohlenbürstenfabrik Schunk & Ebe OHG in Fulda. 1918: Das Unternehmen wird nach Heuchelheim bei Gießen verlagert. Kohlebürstenhalter, Kohlenstoffprodukte für mechanische Anwendungen und Sintermetallerzeugisse erweitern die Produktpalette. 1947: Die Ludwig-Schunk-Stiftung e.V. übernimmt nach dem Tod von Ludwig Schunkals juristische Person das Unternehmen. Im In- und Ausland entstehen Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Das Leistungsspektrum wird durch Innovationen und Diversifikation in verwandte Technologiefelder erweitert. Die Schunk Gruppe wird 90 Jahre alt. Ein herausragendes Qualitätsniveau, höchste Zuverlässigkeit, umfassendes, stetig wachsendes Know-How, Innovationsbereitschaft und nicht zuletzt das Prinzip der produkt- und marktbezogenen Selbstverantwortung der einzelnen Schunk-Unternehmenbringen außergewöhnliches Wachstum.
Aus der Vielzahl der eingereichten Arbeiten wurden in diesem Jahr zwei Dissertationen ausgewählt, an die der Schunk-Preis gemeinsam verliehen wird: Die von Frau Dr. Maike Andresen an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg verfasste Arbeit "Corporate Universities als Instrument des Strategischen Managements" sowie die von Herrn Dr. Matthias Meyer an der Ludwig-Maximilians-Universität München erstellte Schrift "Prinzipale, Agenten und ökonomische Methoden".
Die Arbeit von Andresen liegt im Kernbereich der Unternehmensführung. Sie untersucht die Frage, wie Weiterbildungsmaßnahmen, die in Großunternehmen heute zunehmend über eigene Lehrinstitutionen, auch als Corporate Universities bezeichnet, bewusst genutzt werden können, um Unternehmensstrategien in alle Führungsebenen zu kommunizieren und durchzusetzen. Die Dissertation von Meyer analysiert den Bereich der Unternehmensverfassung. Dabei wird die bisher übliche einseitig hierarchische Modellierung von Auftraggeber-Auftragnehmer- Beziehungen in Unternehmen in eine wechselseitige Perspektive überführt. Hieraus lassen sich neue Impulse für eine verbesserte Ausgestaltung der Corporate Governance von Unternehmen herleiten.
Die Preisverleihung findet anlässlich des Akademischen Festakts derJustus-Liebig-Universität am 25. November 2005 in Gießen statt.
Die bisherigen Preisträger im Überblick sind:
Dissertation: "Computergestützte Ertragssteuerplanung der deutschen internationalen Kapitalgesellschaften
Planung eines Führungskräfteentwicklungssystems
Unternehmenskultur als Element des strategischen Managements
Das strategische Marketingpotential der Unternehmung
Integriertes Forschungs- und Entwicklungs-Controlling
Dissertation: "Einwirkung Dritter auf den Willensbildungsprozeß der GmbH"
Dissertation: "Unternehmensführung und Öffentlichkeitsarbeit
Habilitation: "Zulieferverträge im Privat- und Wirtschaftsrecht
Ressourcenpool und Regeln als Gegenstand einer Theorie der Unternehmung. Vertrags- und wissensorientierte Interpretation
Mitarbeit in Unternehmen - Tätigkeitsverhältnisse im Spannungsfeld von Gesellschaft-, Dienstvertrags- und Arbeitsrecht
Dissertation: "Corporate Universities als Instrument des Strategischen Managements"
Dissertation: "Prinzipale, Agenten und ökonomische Methoden"